US-Senat bestätigt Erica Schwartz als neue CDC-Direktorin
Nach fast einjähriger Vakanz hat der US-Senat mit 51 zu 44 Stimmen Erica Schwartz zur CDC-Direktorin bestätigt.

Der US-Senat hat am Mittwoch Erica Schwartz mit 51 zu 44 Stimmen als Direktorin der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) bestätigt. Die Abstimmung beendet eine Führungsvakanz, die seit fast einem Jahr andauerte. Schwartz wird damit zur ersten dauerhaften Direktorin der wichtigsten US-amerikanischen Gesundheitsbehörde seit dem Führungswechsel im Sommer 2025.
Der Posten war vakant geworden, nachdem Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. die vorherige Leitung im August 2025 nach einem Streit über die Impfpolitik entlassen hatte. Seither wurde die in Atlanta ansässige CDC von kommissarischen Direktoren geführt, zuletzt von Jay Bhattacharya, dem Direktor der National Institutes of Health. Die Behörde gilt als zentrale Institution des amerikanischen öffentlichen Gesundheitswesens und ist weltweit für ihre Forschung und Seuchenbekämpfung bekannt.
Zweifel im Senat vor der Bestätigung
Die Nominierung von Schwartz verlief nicht ohne Hürden. Im vergangenen Monat fand eine Anhörung vor dem Senatsausschuss für Gesundheit, Bildung, Arbeit und Renten statt, bei der erhebliche Skepsis geäußert wurde. Ausschussvorsitzender Senator Bill Cassidy und weitere Senatoren stellten infrage, ob Schwartz in der Lage sei, Kennedy die Stirn zu bieten, falls dieser Maßnahmen anordnete, die nicht durch wissenschaftliche Erkenntnisse und die Praxis des öffentlichen Gesundheitswesens gestützt würden.
Cassidy erklärte später, er habe nach der Anhörung sowohl mit Schwartz persönlich als auch mit anderen Personen gesprochen, die mit ihrer Arbeit vertraut seien. Diese Gespräche hätten ihm das nötige Vertrauen in ihre Nominierung gegeben. Während der Bestätigungsanhörung befragten die Senatoren Schwartz ausführlich zu ihrer Fähigkeit, Autonomie gegenüber Kennedys Entscheidungen zur Impfpolitik und in Personalfragen zu wahren.
Massive Stellenkürzungen bei der CDC
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Zur AktienanalyseDie Personalsituation bei der CDC ist ein zentrales Thema, das die Behörde seit Trumps Rückkehr ins Amt im vergangenen Jahr stark belastet. Mehr als 3.000 Mitarbeiter – das entspricht über einem Viertel der gesamten Belegschaft – haben die CDC durch Entlassungen und Kündigungen verlassen. Dieser drastische Personalabbau hat Fragen über die Handlungsfähigkeit der Behörde aufgeworfen.
Neue Führungskräfte der CDC haben laut einem Bericht von Bloomberg zugesagt, den Personalbestand nach den umfangreichen Kürzungen wieder aufzustocken. Für Schwartz dürfte der Wiederaufbau der Behörde damit zu einer der drängendsten Aufgaben ihrer Amtszeit gehören. Wie sie dabei ihre Unabhängigkeit gegenüber dem Gesundheitsministerium wahren wird, bleibt eine der meistbeobachteten Fragen in Washington.


