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US-Rohölproduktion erreicht im April neuen Allzeit-Rekord

Die amerikanische Rohölförderung kletterte im April auf 13,93 Millionen Barrel pro Tag – der höchste jemals gemessene Wert.

US-Rohölproduktion erreicht im April neuen Allzeit-Rekord

Die US-Rohölproduktion hat im April 2026 einen historischen Rekord aufgestellt. Mit 13,93 Millionen Barrel pro Tag (bpd) verzeichneten die Vereinigten Staaten laut Daten der Energy Information Administration (EIA) die höchste Fördermenge, die jemals gemessen wurde. Die EIA veröffentlichte diese Zahlen am Dienstag.

Der Anstieg gegenüber dem Vormonat betrug 216.000 Barrel pro Tag. Als Haupttreiber gilt die Reaktion der Produzenten auf gestiegene Ölpreise, die im Zuge des Iran-Krieges in die Höhe geschnellt waren. Im April hatten die US-Rohöl-Futures Höchststände von bis zu 117,63 US-Dollar pro Barrel erreicht.

Perm-Becken als Motor der Rekordproduktion

Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung in New Mexico: Der Bundesstaat stellte mit einer Fördermenge von 2,37 Millionen bpd einen neuen Staatsrekord auf. Texas, der größte Ölproduzent der USA, steigerte seine Produktion um 36.000 bpd auf 5,83 Millionen bpd – den höchsten Stand seit November.

Texas und New Mexico beherbergen gemeinsam das sogenannte Perm-Becken (Permian Basin), eine der produktivsten Ölregionen der Welt. Auf dieses Becken entfällt rund die Hälfte der gesamten US-Rohölförderung. Die Region gilt als zentraler Pfeiler der amerikanischen Energiestrategie und hat in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, die USA zum weltgrößten Ölproduzenten zu machen.

Auch North Dakota, der drittgrößte Förderstaat der USA, verzeichnete einen Produktionsanstieg. Die Fördermenge stieg dort auf 1,13 Millionen bpd und erreichte damit ebenfalls den höchsten Stand seit November.

Ölpreise deutlich unter April-Hochs

Trotz der Rekordproduktion notieren die US-Rohöl-Futures aktuell deutlich unter den April-Höchstständen. Am Dienstag lagen die Preise bei rund 70 US-Dollar pro Barrel – ein erheblicher Rückgang gegenüber den im April verzeichneten Spitzenwerten von bis zu 117,63 Dollar.

Für deutsche Anleger und Energieverbraucher ist die US-Rohölproduktion ein wichtiger Indikator für die globale Ölversorgung. Eine steigende amerikanische Fördermenge kann dämpfend auf die Weltmarktpreise wirken und damit auch Einfluss auf die Energiekosten in Europa haben. Die Rekordproduktion der USA könnte mittelfristig dazu beitragen, den durch geopolitische Spannungen ausgelösten Preisdruck zu mildern.

Die EIA-Daten unterstreichen die bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit und Kapazität der amerikanischen Ölindustrie, die in kurzer Zeit auf veränderte Preissignale reagieren und die Fördermengen entsprechend anpassen kann.

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