US-Republikaner wollen Rekriminalisierung von Hanf-THC-Produkten verhindern
Republikanische Abgeordnete bringen Änderungsanträge ein, um eine bundesweite Rekriminalisierung von Hanf-THC-Produkten in diesem Jahr zu stoppen.

Republikanische Mitglieder des US-Repräsentantenhauses haben Änderungsanträge eingebracht, die eine bundesweite Rekriminalisierung von Hanf-THC-Produkten in diesem Jahr verhindern sollen. Der Vorstoß zeigt, dass das Thema Hanfregulierung in den USA weiterhin politisch brisant ist und innerhalb der Republikanischen Partei unterschiedliche Strömungen existieren.
Im Mittelpunkt der aktuellen Entwicklungen steht auch das Weiße Haus, das sich aktiv in die Debatte einschaltet. Beamte des Weißen Hauses haben dem Büro von Abgeordnetem Barr kürzlich Rückmeldungen zur Hanf-Regulierungsgesetzgebung übermittelt. Damit signalisiert die Exekutive ein klares Interesse an der Ausgestaltung künftiger Hanfpolitik auf Bundesebene.
Weißes Haus sendet Signal zur Hanfpolitik
Konkret übermittelten Vince Haley, Direktor des Domestic Policy Council des Weißen Hauses, und James Braid, Assistent des Präsidenten für legislative Angelegenheiten, Vorschläge zur Hanfpolitik an das Büro des Kongressabgeordneten. In einem Brief an den Abgeordneten schrieben die Mitarbeiter: „Wir schätzen Ihre Arbeit zur Förderung der Politik" einer Durchführungsverordnung, die Präsident Trump im Dezember unterzeichnet hatte.
Diese Durchführungsverordnung enthält Bestimmungen zum Schutz des Zugangs der Amerikaner zu CBD-Produkten. CBD – kurz für Cannabidiol – ist ein nicht-psychoaktiver Wirkstoff der Hanfpflanze, der in den USA in zahlreichen Nahrungsergänzungsmitteln, Kosmetika und Gesundheitsprodukten weit verbreitet ist. Für viele Verbraucher und Unternehmen der Branche ist der freie Zugang zu diesen Produkten von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung.
Hintergrund: Hanf und THC in der US-Gesetzgebung
Für deutsche Leser ist der Kontext wichtig: In den USA wird zwischen Hanf und Cannabis (Marihuana) rechtlich unterschieden. Hanf mit einem THC-Gehalt von unter 0,3 Prozent wurde durch den Farm Bill von 2018 auf Bundesebene legalisiert. Seitdem hat sich ein milliardenschwerer Markt für Hanfprodukte entwickelt, darunter CBD-Öle, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika.
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Zur AktienanalyseDie Debatte um Hanf-THC-Produkte – also Produkte, die aus der Hanfpflanze gewonnene THC-Verbindungen enthalten – ist jedoch weiterhin umstritten. Befürworter einer strengeren Regulierung argumentieren, dass bestimmte Hanfderivate faktisch ähnliche Wirkungen wie Cannabis entfalten können. Die nun eingebrachten Änderungsanträge sollen verhindern, dass diese Produkte noch in diesem Jahr auf Bundesebene erneut unter Strafe gestellt werden.
Die Einbindung des Weißen Hauses und hochrangiger Mitarbeiter des Domestic Policy Council unterstreicht, wie ernst die Regierung das Thema nimmt. Die Hanfbranche in den USA beobachtet die gesetzgeberischen Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit, da regulatorische Änderungen weitreichende Folgen für Unternehmen und Investoren haben könnten.


