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US-Republikaner planen Prüfung von E15-Benzin

Republikanische US-Gesetzgeber wollen eine Arbeitsgruppe einrichten, die den ganzjährigen Verkauf von E15-Benzin untersuchen soll. Die Entscheidung stößt bei Landwirten und Ethanol-Befürwortern auf Kritik.

US-Republikaner planen Prüfung von E15-Benzin

Republikanische US-Abgeordnete haben angekündigt, eine Arbeitsgruppe zur Untersuchung des ganzjährigen Verkaufs von E15-Benzin einzurichten. Diese Entscheidung folgt auf das Scheitern eines entsprechenden Gesetzes in einem Finanzierungspaket diese Woche. Der sogenannte "E-15 Rural Domestic Energy Council" soll bis Mitte Februar Empfehlungen für eine Gesetzgebung vorlegen.

Die geplante Arbeitsgruppe wird sich mit mehreren Kernthemen befassen: dem E15-Verkauf, der US-Raffineriekapazität, Beimischungszertifikaten für Biokraftstoffe und weiteren energiepolitischen Fragen. E15 enthält einen höheren Ethanolanteil als das derzeit an den meisten Tankstellen verfügbare E10-Benzin.

Kritik aus der Landwirtschaft

Landwirtschaftsverbände und Ethanol-Befürworter im Mittleren Westen reagierten enttäuscht auf die Entscheidung. Sie kritisieren die Einrichtung einer Arbeitsgruppe statt der direkten Verabschiedung eines Gesetzes als Rückschlag für amerikanische Landwirte. Diese kämpfen bereits mit niedrigen Preisen, unsicherem Welthandel und unklarer Biokraftstoffpolitik.

Potenzial für Maisnachfrage

Eine Ausweitung des E15-Verkaufs würde die Nachfrage nach Mais deutlich steigern, da dieser der Hauptrohstoff für die Ethanolproduktion ist. Landwirtschaftliche Interessenvertreter sehen darin eine Chance, die Marktlage für Maisbauern zu verbessern und die heimische Energieproduktion zu stärken.

Widerstand der Raffinerien

Ölraffinerien hatten sich in der Vergangenheit gegen erhöhte Beimischungsvorschriften ausgesprochen und dabei auf Kostenbedenken verwiesen. Nach aktuellen Vorschriften ist der Verkauf von E15 in den Sommermonaten aufgrund von Luftqualitätsbedenken eingeschränkt.

Zeitplan und Ausblick

Eine Abstimmung über den Vorschlag zur Einrichtung der Arbeitsgruppe wurde bereits für Donnerstagnachmittag erwartet. Die Empfehlungen des Rates sollen bis Mitte Februar vorliegen und könnten dann als Grundlage für eine neue Gesetzesinitiative dienen. Für die US-Landwirtschaft und die Biokraftstoffindustrie bleibt damit zunächst die Unsicherheit bestehen.

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