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US-Rentenanpassung 2027: Ölpreisschock könnte COLA-Prognose erhöhen

Steigende Ölpreise und Inflation treiben die Schätzungen für die amerikanische Rentenanpassung im Jahr 2027 nach oben.

US-Rentenanpassung 2027: Ölpreisschock könnte COLA-Prognose erhöhen

Die Prognosen für die US-amerikanische Rentenanpassung im Jahr 2027 könnten deutlich steigen. Grund dafür sind erhöhte Ölpreise infolge des Iran-Krieges, die die Inflation in den kommenden Monaten antreiben dürften. Experten haben ihre Schätzungen für die sogenannte Cost-of-Living Adjustment (COLA) der Social Security bereits nach oben korrigiert.

Der Rentenanalyst Johnson schätzt die COLA für 2027 aktuell auf 1,7 Prozent – ein deutlicher Anstieg gegenüber der Vormonatsschätzung von 1,2 Prozent. Die Senior Citizens League, eine überparteiliche Seniorenorganisation, prognostiziert hingegen eine deutlich höhere Anpassung von 2,8 Prozent und hält damit an ihrer Schätzung des Vormonats fest. Die Differenz zwischen den Prognosen zeigt, wie groß die Unsicherheit derzeit ist.

Die COLA der Social Security ist eine jährliche Anpassung der Rentenleistungen, die sicherstellen soll, dass die monatlichen Zahlungen mit der Inflation Schritt halten. Für das Jahr 2026 erhielten rund 75 Millionen Empfänger von Social Security und Supplemental Security Income eine Anpassung von 2,8 Prozent. Das entsprach laut der Social Security Administration einer durchschnittlichen Erhöhung von 56 US-Dollar pro Monat.

Hohe Inflation in der Pandemie als Vergleichsmaßstab

In den vergangenen zehn Jahren lag die durchschnittliche COLA-Anpassung bei rund 3,1 Prozent. Die Jahre 2022 und 2023 bildeten dabei extreme Ausreißer: Die Anpassungen lagen bei 5,9 beziehungsweise 8,7 Prozent – die höchsten Werte seit vier Jahrzehnten. Ursache war die stark gestiegene Inflation infolge der Covid-Pandemie.

Die aktuellen Verbraucherpreisdaten für Februar zeigen eine 12-Monats-Inflationsrate von 2,4 Prozent. Der für die COLA maßgebliche Verbraucherpreisindex für städtische Lohnempfänger und Angestellte (CPI-W) stieg im gleichen Zeitraum um 2,2 Prozent – und damit schwächer als die aktuelle COLA-Anpassung von 2,8 Prozent für 2026. Die Februar-Daten enthielten jedoch noch nicht die jüngsten Ölpreisschocks.

Benzin verbilligte sich in den zwölf Monaten bis Februar noch um 5,6 Prozent. Die März-Daten dürften jedoch einen deutlichen Preisanstieg ausweisen, was die COLA-Prognose für 2027 weiter nach oben treiben könnte. Rentner sind bereits jetzt mit höheren Nebenkosten konfrontiert, da Heizöl, Erdgas und Strom teurer geworden sind.

Berechnung und Bekanntgabe der COLA

Die COLA-Berechnung basiert auf einem Vergleich der Inflationsdaten des dritten Quartals des laufenden Jahres mit den Daten des dritten Quartals des Vorjahres. Steigt der CPI-W im Jahresvergleich, bestimmt dieser Anstieg den Prozentsatz der Rentenanpassung. Die offizielle Bekanntgabe der COLA für das Folgejahr erfolgt in der Regel im Oktober durch die Social Security Administration.

Zusätzlich zur Energie könnten auch Zölle die Verbraucherpreise in den USA weiter belasten. Für deutsche Anleger und Beobachter des US-Rentenmarktes ist die Entwicklung relevant, da sie Rückschlüsse auf die allgemeine Inflationsentwicklung in den Vereinigten Staaten erlaubt. Höhere Lebenshaltungskosten für US-Rentner können zudem die Konsumnachfrage und damit die Konjunktur beeinflussen.

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