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US-Regulierer planen neue Eigenkapitalregeln für Banken

Federal Reserve, FDIC und OCC wollen bereits nächste Woche Vorschläge zur Stärkung der Kreditvergabe vorstellen.

US-Regulierer planen neue Eigenkapitalregeln für Banken

Die wichtigsten US-Bankenaufsichtsbehörden bereiten ein umfassendes Reformpaket für Eigenkapitalanforderungen vor. Laut Bloomberg News, das sich auf informierte Kreise beruft, wollen Vertreter der Federal Reserve, der Federal Deposit Insurance Corp. (FDIC) und des Office of the Comptroller of the Currency (OCC) die Vorschläge bereits in der kommenden Woche präsentieren. Ziel ist es, sowohl Wall-Street-Banken als auch mittelgroße Kreditinstitute zu einer verstärkten Kreditvergabe zu ermutigen.

Das Paket umfasst drei zentrale Maßnahmen. Erstens soll eine überarbeitete Version des US-Bankenkapitalvorschlags auf Basis von Basel III vorgelegt werden. Michelle Bowman, die für Bankenaufsicht zuständige Vizevorsitzende der Federal Reserve, hatte bereits im vergangenen Monat angekündigt, dass dieser überarbeitete Vorschlag bis Ende März vorliegen werde.

Erleichterungen für mittelgroße Banken

Eine zweite Maßnahme richtet sich gezielt an mittelgroße Kreditinstitute. Diese sollen künftig vereinfachte, standardisierte Methoden zur Berechnung ihrer Kapitalquote anwenden dürfen. Damit soll der Sorge begegnet werden, dass kleinere Banken unverhältnismäßig hohe Kosten für die Berechnung komplexerer Modelle tragen müssten – wie sie bisher nur bei den großen Wall-Street-Häusern üblich sind.

Drittens plant die Federal Reserve eine Anpassung des Kapitalpuffers für global systemrelevante US-Banken, sogenannte G-SIBs. Der entsprechende Kapitalaufschlag soll künftig an die Veränderungen des nominalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) gekoppelt werden. Diese Komponente bringe die Anforderungen für US-Großbanken stärker in Einklang mit internationalen Standards, heißt es aus informierten Kreisen.

Bedeutung für den deutschen Anleger

Die geplanten Reformen könnten weitreichende Folgen für das globale Bankensystem haben. Auch europäische und deutsche Geldhäuser, die in den USA tätig sind, dürften die Auswirkungen spüren. Für Anleger, die in US-Bankaktien investiert sind, könnte eine gelockerte Kapitalregulierung mittelfristig höhere Ausschüttungen und eine stärkere Kreditexpansion bedeuten.

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