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US-Politiker fordern THC-Testpflicht für sicherheitskritische Transportmitarbeiter trotz Cannabis-Umstufung

Republikanische Abgeordnete und Anti-Cannabis-Organisationen verlangen eine Ausnahmeregelung bei der geplanten Neueinstufung von Marihuana.

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US-Politiker fordern THC-Testpflicht für sicherheitskritische Transportmitarbeiter trotz Cannabis-Umstufung

Republikanische Kongressabgeordnete und Prohibitionsorganisationen machen gemeinsam Druck gegen die geplante Cannabis-Neueinstufung der Trump-Regierung. Sie fordern eine sogenannte „Carve-out"-Regelung, die sicherstellen soll, dass Beschäftigte in sicherheitskritischen Bereichen des Transportwesens weiterhin für positive THC-Tests sanktioniert werden können. Die Initiative richtet sich gezielt gegen eine mögliche Lockerung der Konsequenzen, die eine Umstufung von medizinischem Cannabis mit sich bringen könnte.

Bei einer Pressekonferenz vor dem Kapitol in Washington D.C. traten am Donnerstag prominente Cannabis-Gegner gemeinsam vor die Öffentlichkeit. Zu den Rednern zählten die republikanischen Abgeordneten Andy Harris aus Maryland und Pete Sessions aus Texas. Sie wurden dabei von Vertretern der Organisationen Smart Approaches to Marijuana (SAM) sowie der National Drug and Alcohol Screening Association (NDASA) begleitet.

Kritik an der geplanten Neueinstufung

Im Mittelpunkt der Kritik steht der Schritt der Trump-Regierung, medizinisches Cannabis neu einzustufen. Die Gegner wenden sich insbesondere dagegen, dass Patienten, die Cannabis nach einzelstaatlichem Recht verwenden, von arbeitsrechtlichen Konsequenzen bei positiven Drogentests verschont bleiben könnten. Für sicherheitsrelevante Tätigkeiten im Transportbereich sehen die Kritiker darin ein erhebliches Risiko.

Die Forderung nach einer Ausnahmeregelung zielt darauf ab, dass die Neueinstufung von Marihuana keine Auswirkungen auf bestehende Testvorschriften für Beschäftigte in sicherheitskritischen Positionen haben soll. Damit sollen Berufsgruppen wie Lkw-Fahrer, Piloten oder andere Transportmitarbeiter weiterhin den strengen Drogentest-Anforderungen unterliegen. Die Befürworter argumentieren, dass der Schutz der öffentlichen Sicherheit Vorrang vor einer möglichen Liberalisierung haben müsse.

Hintergrund: Cannabis-Politik in den USA

In den USA ist die Cannabis-Gesetzgebung seit Jahren ein politisch umstrittenes Thema. Während auf Bundesebene Marihuana bislang als Substanz der Schedule-I-Kategorie eingestuft ist – also als Stoff ohne anerkannten medizinischen Nutzen und mit hohem Missbrauchspotenzial –, haben zahlreiche Bundesstaaten den medizinischen und teils auch den Freizeitkonsum legalisiert. Die Trump-Regierung hat Schritte eingeleitet, medizinisches Cannabis in eine niedrigere Risikokategorie umzustufen, was weitreichende rechtliche Folgen haben könnte.

Organisationen wie SAM (Smart Approaches to Marijuana) gehören zu den bekanntesten Prohibitionsbefürwortern in den USA und setzen sich konsequent gegen eine Liberalisierung der Cannabis-Gesetze ein. Die NDASA vertritt die Interessen der Drogen- und Alkohol-Screening-Branche und hat ein direktes wirtschaftliches wie sicherheitspolitisches Interesse an der Beibehaltung strenger Testvorschriften.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist diese Entwicklung relevant, da sie zeigt, wie komplex und politisch aufgeladen der Weg zur weiteren Cannabis-Liberalisierung in den USA bleibt. Selbst unter einer Regierung, die Schritte zur Neueinstufung unternimmt, formiert sich parteiinterner und gesellschaftlicher Widerstand – insbesondere wenn es um Sicherheitsfragen im öffentlichen Verkehr geht.

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