US-Ölproduktion erreicht im April neues Rekordhoch
Die amerikanische Rohölförderung kletterte im April auf 13,93 Millionen Barrel täglich – ein historischer Höchststand laut EIA.

Die US-Rohölproduktion hat im April einen neuen Rekord aufgestellt. Laut monatlichen Daten der Energy Information Administration (EIA) stieg die Förderung auf 13,93 Millionen Barrel pro Tag (bpd). Als Haupttreiber gilt die Ausweitung der Produktion als Reaktion auf gestiegene Ölpreise infolge des Iran-Krieges.
Im Vergleich zum Vormonat legte die Produktion um 216.000 bpd zu. Damit setzt die US-Ölindustrie ihren Wachstumskurs fort und unterstreicht ihre Rolle als einer der bedeutendsten Rohölproduzenten weltweit.
Permian-Becken als Wachstumsmotor
Besonders stark zeigte sich die Förderung im Permian-Becken, das sich über die Bundesstaaten Texas und New Mexico erstreckt. Auf dieses Becken entfällt rund die Hälfte der gesamten US-Rohölproduktion. New Mexico erzielte im April mit 2,37 Millionen bpd ein Rekordniveau, während Texas seine Förderung um 36.000 bpd auf 5,83 Millionen bpd steigerte – den höchsten Stand seit November.
Auch North Dakota, der drittgrößte Produzentenstaat der USA, verzeichnete einen Anstieg auf 1,13 Millionen bpd, ebenfalls den höchsten Wert seit November. Die breite geografische Streuung des Produktionswachstums verdeutlicht die Stärke der amerikanischen Ölindustrie insgesamt.
Trotz des Produktionsrekords notierten US-Rohöl-Futures zuletzt bei rund 70 US-Dollar pro Barrel. Im März hatten die Preise zeitweise noch bei bis zu 119,50 US-Dollar gelegen – ein deutlicher Rückgang, der die Volatilität an den Energiemärkten widerspiegelt.
Erdgasproduktion leicht rückläufig
Beim Erdgas zeigt sich ein etwas anderes Bild. Die US-Bruttoerdgasproduktion ging im April leicht auf 135,3 Milliarden Kubikfuß pro Tag (bcfd) zurück, nach 135,4 bcfd im März. Der Rekordwert von 136 bcfd war im Dezember erreicht worden.
Auf Bundesstaatenebene entwickelten sich die wichtigsten Erdgasproduzenten unterschiedlich. Texas steigerte seine monatliche Produktion um 0,2 Prozent auf einen Rekordwert von 38,8 bcfd. Pennsylvania hingegen verzeichnete einen Rückgang von 1,1 Prozent auf 21 bcfd, nachdem im Dezember 2021 noch ein Allzeithoch von 21,9 bcfd erreicht worden war.
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Zur AktienanalyseBenzinnachfrage auf Acht-Monats-Hoch
Das Gesamtangebot an US-Rohöl und Ölprodukten stieg im April auf 20,81 Millionen Barrel pro Tag – den höchsten Stand seit Februar. Besonders auffällig: Die Lieferungen von Fertigbenzin, ein wichtiger Indikator für die Verbrauchernachfrage, kletterten auf 9,12 Millionen bpd und damit auf den höchsten Stand seit acht Monaten.
Auf der anderen Seite sank das Angebot an Destillat-Heizöl im April auf 3,89 Millionen bpd – den niedrigsten Wert seit Dezember. Dieser Rückgang könnte auf eine saisonal bedingt geringere Heiznachfrage im Frühjahr hindeuten. Insgesamt zeichnen die EIA-Daten das Bild eines robusten, aber differenzierten US-Energiemarktes.


