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US Mint prägt Dollar-Münze mit Trumps Porträt zum Jubiläum

Finanzminister Scott Bessent bestätigt: Eine neue $1-Münze mit Trumps Bildnis wird in Philadelphia produziert – trotz rechtlicher Bedenken.

Die US-amerikanische Münzprägeanstalt (U.S. Mint) wird eine $1-Münze mit dem Porträt von Präsident Donald Trump herstellen. Finanzminister Scott Bessent gab dies am Mittwoch bekannt. Die Münze entsteht im Rahmen der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten.

Das Design der Münze trägt auf der Vorderseite neben Trumps Porträt die Aufschriften „Liberty", „In God We Trust" sowie die Jahreszahlen „1776-2026". Die Rückseite zeigt den Weißkopfseeadler aus dem Siegel des Präsidenten. Damit weicht das finale Design deutlich von einem ursprünglichen Entwurf ab, der im Oktober veröffentlicht worden war.

Der frühere Entwurf zeigte auf der Rückseite Trump mit einer erhobenen, geballten Faust, umrahmt von den Worten „fight, fight, fight" – eine direkte Anspielung auf das Attentat auf Trump im Jahr 2024. Dieser Entwurf wurde nun überarbeitet und durch das Adlermotiv ersetzt.

Trumps Reaktion und rechtliche Debatte

Trump selbst äußerte sich positiv über die Münze. „Sie haben mir eine Münze gewidmet", sagte er in einem Interview mit Fox Business. „Soweit ich weiß, ist das sehr ungewöhnlich." Trump erklärte, er fühle sich durch die Münze „geehrt".

Die Entscheidung ist jedoch nicht unumstritten. Kritiker haben Fragen zur Rechtmäßigkeit des Designs aufgeworfen. Ein US-Gesetz aus dem Jahr 1866 schreibt vor, dass kein Porträt einer lebenden Person auf US-Währung abgebildet werden darf. Dieses Gesetz bezieht sich allerdings auf Papiergeld, das vom Bureau of Engraving and Printing hergestellt wird – nicht auf Münzen der U.S. Mint.

Komplizierter wird die Lage durch ein Gesetz aus dem Jahr 2020: Der Kongress hatte damals dem Finanzminister zwar ausdrücklich erlaubt, $1-Münzen zum 250. Jahrestag zu prägen – gleichzeitig aber Entwürfe mit lebenden Personen untersagt. Finanzminister Bessent verwies in einem Interview mit Fox News auf ein historisches Beispiel: Zur Feier des 150. Jahrestags der USA sei der damalige Präsident Calvin Coolidge auf einer Münze abgebildet worden. „Wir können also die Abbilder lebender Personen auf eine Münze bringen", so Bessent.

Produktion bereits angelaufen

Das US-Finanzministerium teilte in einer offiziellen Erklärung mit, dass die Münze sich bereits in der Produktion befinde und in Philadelphia geprägt werde. Philadelphia ist einer der traditionsreichsten Standorte der U.S. Mint und prägt seit dem 18. Jahrhundert amerikanische Münzen.

Für deutsche Anleger und Münzsammler ist die Entwicklung aus numismatischer Sicht bemerkenswert: In den USA ist es historisch gesehen äußerst selten, dass ein amtierender Präsident auf einer Umlaufmünze abgebildet wird. Die Debatte um Rechtmäßigkeit und politische Symbolik dürfte die Münze zu einem begehrten Sammlerstück machen – unabhängig davon, wie die juristische Auseinandersetzung letztlich ausgeht.

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