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US-Kongress will Trumps Psychedelika-Verordnung gesetzlich verankern

Überparteilicher Gesetzentwurf soll Forschung und Zugang zu Ibogain als psychedelisches Medikament in den USA erleichtern.

US-Kongress will Trumps Psychedelika-Verordnung gesetzlich verankern

Abgeordnete beider großen US-Parteien haben einen gemeinsamen Gesetzentwurf in den Kongress eingebracht, der eine Durchführungsverordnung von Präsident Donald Trump zur psychedelischen Medizin in geltendes Recht überführen soll. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Forschung und den Zugang zu psychedelischen Substanzen in den Vereinigten Staaten zu vereinfachen und auf eine stabilere rechtliche Grundlage zu stellen.

Der Gesetzentwurf wurde am Dienstag von den Abgeordneten Morgan Luttrell (Republikaner, Texas), Lou Correa (Demokrat, Kalifornien), Jack Bergman (Republikaner, Michigan) und Michael McCaul (Republikaner, Texas) eingebracht. Die überparteiliche Unterstützung unterstreicht, dass das Thema psychedelische Medizin in den USA zunehmend politischen Konsens über Parteigrenzen hinweg findet.

Der IBOGAINE Act im Detail

Das Gesetz trägt den vollständigen Namen „Initiating Biomedical Outcomes to Garner Advancements into Innovative Neuroplastogen Efficacy Act", kurz IBOGAINE Act. Der Name verweist direkt auf den Wirkstoff Ibogain, eine psychoaktive Substanz, die aus der afrikanischen Iboga-Pflanze gewonnen wird und in der Forschung zunehmend Aufmerksamkeit erhält.

Die Gesetzgebung würde den US-Justizminister anweisen, „alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um zu prüfen, ob Ibogain und Ibogain-Verbindungen" einer veränderten rechtlichen Einstufung bedürfen. Damit würde die bislang per Präsidialerlass geregelte Materie in den Rang eines formellen Bundesgesetzes erhoben, was ihr deutlich mehr Beständigkeit und Verbindlichkeit verleihen würde.

Für deutsche Leser ist der Hintergrund wichtig: In den USA sind viele psychedelische Substanzen wie Ibogain derzeit als sogenannte „Schedule I"-Drogen eingestuft – also als Stoffe ohne anerkannten medizinischen Nutzen und mit hohem Missbrauchspotenzial. Diese Einstufung erschwert die wissenschaftliche Forschung erheblich. Eine gesetzliche Neuregelung könnte Forschern und Ärzten deutlich mehr Spielraum geben.

Wachsendes Interesse an psychedelischer Medizin

Das politische Interesse an psychedelischen Substanzen als potenzielle Therapieansätze wächst in den USA seit Jahren. Ibogain wird insbesondere im Zusammenhang mit der Behandlung von Suchterkrankungen und posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) erforscht, die vor allem bei Kriegsveteranen verbreitet sind. Die Tatsache, dass mit Luttrell und Bergman zwei Republikaner mit militärischem Hintergrund zu den Einbringern gehören, dürfte kein Zufall sein.

Der nun vorliegende Gesetzentwurf ist ein weiterer Schritt in einem breiteren politischen Trend: Immer mehr US-Bundesstaaten und nun auch der Kongress beschäftigen sich aktiv mit der Frage, wie psychedelische Substanzen sicher und reguliert in die Medizin integriert werden können. Ob der IBOGAINE Act eine Mehrheit findet, bleibt abzuwarten – die überparteiliche Unterstützung gilt jedoch als vielversprechendes Signal.

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