ANZEIGE

US-Jobbericht belastet Märkte: Chip-Aktien unter Druck

Vor den US-Nonfarm Payrolls zeigen sich Futures schwächer, Chip-Aktien leiden unter KI-Effizienzberichten und Ölpreise fallen.

•• 3 Min
US-Jobbericht belastet Märkte: Chip-Aktien unter Druck

Die US-Aktienmärkte starten verhalten in einen entscheidenden Handelstag. Kurz vor der Veröffentlichung der monatlichen US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls) zeigen sich die Futures auf die wichtigsten Indizes schwächer. Bis 03:13 Uhr ET sank der Dow-Future um 95 Punkte oder 0,2 %, der S&P 500-Future fiel um 22 Punkte oder 0,3 %, und der Nasdaq 100-Future gab um 250 Punkte oder 0,8 % nach.

Ökonomen erwarten für die US-Wirtschaft im Juni einen Stellenzuwachs von 114.000 – deutlich weniger als die 172.000 des Vormonats. Die Arbeitslosenquote soll voraussichtlich bei 4,3 % verharren, einem Niveau, das sie seit März hält. Diese Zahlen könnten erheblichen Einfluss auf die künftigen Zinsentscheidungen der US-Notenbank Federal Reserve haben.

Zinswetten erhalten Dämpfer

Die Stimmung an den Märkten wurde zuletzt durch mehrere Faktoren beeinflusst. Der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh erklärte, dass die Inflationsrisiken zurückgegangen seien – obwohl er betonte, keine Prognosen zur Zinsentwicklung abzugeben. Händler reagierten darauf, indem sie eine Zinserhöhung durch die Fed im Juli weitgehend auspreisten.

Schwächer als erwartet ausgefallene Daten zu den privaten US-Lohnsummen und der Fabrikaktivität verstärkten diese taubenhafte Neubewertung zusätzlich, wie Analysten der Deutschen Bank erläuterten. Zuvor hatten Anleger noch darauf gesetzt, dass Fed-Vertreter angesichts energiegetriebener Inflationsrisiken mehr Spielraum für Zinserhöhungen hätten. Diese Wetten erhielten jedoch diese Woche einen deutlichen Dämpfer.

In den letzten drei Monaten hatten die NFP-Berichte die Prognosen stets übertroffen und den Dreimonatsdurchschnitt der Neueinstellungen auf ein Zweijahreshoch von 188.000 getrieben. Theoretisch kann eine Anhebung der Zinssätze dazu beitragen, die Preise zu dämpfen – allerdings auf das Risiko hin, das Wirtschaftswachstum und damit auch den Arbeitsmarkt zu bremsen.

Chip-Aktien unter Druck durch KI-Effizienzberichte

Asiatische Halbleiteraktien fielen am Donnerstag und folgten damit dem nächtlichen Ausverkauf bei US-Chipherstellern. Auslöser waren Medienberichte, wonach OpenAI erhebliche Effizienzgewinne beim Betrieb seiner KI-Modelle erzielt habe. Laut „The Information" hätten OpenAI-Ingenieure Software-Optimierungen entwickelt, die die Inferenzkosten um etwa die Hälfte senken könnten – was den Bedarf an Nvidia-Grafikkarten verringern würde.

Zusätzlich belastete ein Bericht von Bloomberg News die Chip-Aktien bereits in der Vorsitzung. Demnach soll der Facebook-Mutterkonzern Meta Platforms möglicherweise überschüssige Rechenkapazitäten an externe Firmen verkaufen. Beide Meldungen zusammen schürten Zweifel an der anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur und damit nach Halbleitern.

Ölpreise sinken dank Iran-Verhandlungen

Die Ölpreise gaben am Donnerstag nach, da Händler mögliche Entlastungen bei den Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten einpreisten. Die Märkte verarbeiteten das Ergebnis indirekter Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der katarischen Hauptstadt Doha. Die Unterhändler schlossen eine neue Runde technischer Diskussionen ohne Durchbruch zu einem dauerhaften Friedensabkommen ab, obwohl Katar positive Fortschritte meldete.

US-Präsident Donald Trump erklärte, seine Gesandten hätten in Katar „sehr gute Treffen" gehabt. Vizepräsident JD Vance bestätigte, dass die Verhandlungen mit dem Iran andauerten. Die Aussicht auf eine mögliche Einstellung der Feindseligkeiten und erneute Lieferströme durch die Straße von Hormus hat die Ölpreise auf das Niveau von vor dem Konflikt gedrückt.

„Der Nachrichtenfluss trug dazu bei, die Ölpreise zu senken und die Sorgen der Anleger über die Inflation zu mildern", so die Analysten der Deutschen Bank. Für Anleger bleibt der Nonfarm-Payrolls-Bericht der entscheidende Tagesordnungspunkt – die Zahlen dürften die Erwartungen an die Fed-Zinspolitik für die kommenden Monate maßgeblich prägen.

Nonfarm PayrollsUs-ArbeitsmarktFederal Reserve ZinsenChip-Aktien AusverkaufÖlpreis IranNasdaq FuturesKi Infrastruktur Nvidia

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.