US-Iran-Waffenstillstand: Märkte reagieren mit kräftigen Kursgewinnen
Diplomatische Bemühungen um einen einmonatigen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran beflügeln die Aktienmärkte.

Berichte des israelischen Senders Channel 12 über laufende Verhandlungen zu einem einmonatigen Waffenstillstandsmechanismus zwischen den USA und dem Iran haben am Dienstag die Finanzmärkte bewegt. Im nachbörslichen Handel legten wichtige ETFs deutlich zu, was auf steigende Index-Futures zur Markteröffnung hindeutet. Der Invesco QQQ Trust (QQQ) gewann 0,8 Prozent, der SPDR S&P 500 ETF (SPY) stieg um 0,7 Prozent und der Dow-Jones-ETF (DIA) legte 0,6 Prozent zu.
Gleichzeitig zogen Gold-Futures und Spot-Gold jeweils um 1,5 Prozent an – ein typisches Muster in geopolitischen Entspannungsphasen, wenn Anleger Risikopositionen aufbauen. Brent-Rohöl-Futures gaben hingegen um 0,6 Prozent nach, da ein möglicher Waffenstillstand die Versorgungsrisiken im Nahen Osten reduzieren würde.
Witkoff und Kushner als Architekten des Plans
Laut Channel 12 arbeiten Steve Witkoff und Jared Kushner – beide enge Vertraute von US-Präsident Donald Trump – an einer Abkommensstruktur, die früheren Vereinbarungen für den Gazastreifen und den Libanon ähnelt. Während der vorgeschlagenen einmonatigen Kampfpause sollen Verhandlungen über einen umfassenden 15-Punkte-Plan stattfinden. Dieser sieht unter anderem den vollen Zugang der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu allen iranischen Atomanlagen sowie die Übergabe von angereichertem Uran vor.
Die New York Times berichtete zudem, dass die USA dem Iran diesen 15-Punkte-Plan bereits übermittelt haben. Als Übermittlungskanal diente Pakistan, dessen Armeechef Feldmarschall Syed Asim Munir sich als zentraler Vermittler zwischen Washington und Teheran etabliert hat. Auch Ägypten und die Türkei ermutigen den Iran zu einem konstruktiven Dialog.
Pakistan als Schlüsselvermittler
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Zur AktienanalyseFeldmarschall Munir gilt als Person mit engen Verbindungen zum Korps der Islamischen Revolutionsgarden des Irans. Er kontaktierte kürzlich Mohammad Bagher Ghalibaf, Sprecher des iranischen Parlaments und ehemaliger Kommandeur der Revolutionsgarden, und schlug vor, dass Pakistan Gespräche zwischen dem Iran und den USA ausrichtet. Dies bestätigten ein iranischer und ein pakistanischer Beamter gegenüber der New York Times.
Der 15-Punkte-Plan befasst sich neben dem Atomprogramm auch mit dem ballistischen Raketenprogramm des Irans sowie mit der Sicherheit von Seewegen – einem zentralen Thema für den globalen Ölhandel. Offen bleibt, ob der Iran den Plan als Verhandlungsgrundlage akzeptieren wird. Ebenfalls unklar ist die Haltung Israels, das gemeinsam mit den USA Luftangriffe gegen den Iran durchgeführt hat.


