US-Iran-Konflikt treibt Benzinpreise: Kalshi-Trader erwarten anhaltend hohe Preise
Erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran lassen Händler auf der Prognoseplattform Kalshi mit dauerhaft hohen Benzinpreisen rechnen.

Die erneuten militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran sorgen an den Energiemärkten für erhebliche Unsicherheit. Besonders die unklare Lage rund um die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öltransporte weltweit – treibt die Erwartungen für Benzinpreise in die Höhe. Händler auf der Prognosemarktplattform Kalshi gehen nun davon aus, dass die Preise an der Zapfsäule deutlich länger auf erhöhtem Niveau verharren werden als bislang angenommen.
Konkret sehen die Spekulanten auf Kalshi eine Wahrscheinlichkeit von 75%, dass der nationale Benzinpreisdurchschnitt in den USA am Wahltag, dem 3. November, über 3,50 US-Dollar pro Gallone liegen wird. Die Chance auf einen Preis über 3,75 Dollar beziffern sie auf 39%. Zum Vergleich: Vor den jüngsten Eskalationen im Nahen Osten lagen diese Wahrscheinlichkeiten lediglich bei 37% beziehungsweise 22% – ein deutlicher Sprung, der das veränderte Marktsentiment widerspiegelt.
Benzinpreise und Ölmarkt unter Druck
Die Daten der amerikanischen Automobilclub-Organisation AAA unterstreichen die angespannte Lage: Am Donnerstag lag der nationale Benzinpreisdurchschnitt in den USA bei 3,84 US-Dollar pro Gallone – ein Anstieg von 5 Cent gegenüber dem Vortag. Der Kontrakt auf der Kalshi-Plattform wird auf Basis eben dieser AAA-Daten abgerechnet, was die Plattform zu einem direkten Barometer für Markterwartungen macht.
Auch am Rohölmarkt zeigen sich die Auswirkungen des Konflikts deutlich. Die US-Ölsorte WTI stieg am Mittwoch auf bis zu 75 US-Dollar pro Barrel, nachdem sie am Montag noch bei rund 68 US-Dollar notiert hatte. Am Donnerstag gab der Preis jedoch wieder nach und fiel unter die Marke von 72 US-Dollar pro Barrel – ein Zeichen dafür, dass die Märkte die Lage noch nicht eindeutig einschätzen können.
Kein Rückkehr zu Rekordpreisen erwartet
Trotz der gestiegenen Unsicherheit rechnen die Kalshi-Händler nicht mit einer Rückkehr zu neuen Höchstständen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Benzinpreise in diesem Jahr die Marke von 4,60 US-Dollar pro Gallone überschreiten, schätzen sie auf 43%. Das ist zwar ein deutlicher Anstieg gegenüber der Chance von etwa eins zu drei, die vor dem Wiederaufflammen der Feindseligkeiten galt – von einem Extremszenario gehen die Märkte aber nicht aus.
Zum Vergleich: Der Jahreshöchststand der Benzinpreise im Jahr 2026 wurde am 21. Mai erreicht, als der nationale Durchschnitt bei 4,56 US-Dollar lag. Vor Beginn des Krieges mit dem Iran hatte der nationale Durchschnitt der US-Benzinpreise noch unter 3 US-Dollar pro Gallone gelegen – ein Niveau, das nun in weite Ferne gerückt scheint.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Verbraucher und Anleger ist die Entwicklung relevant, da steigende Ölpreise globale Auswirkungen haben und auch europäische Energiemärkte beeinflussen. Die Straße von Hormus ist für rund 20% des weltweiten Ölhandels von zentraler Bedeutung. Jede Störung dieser Route kann die Versorgungslage weltweit verschärfen und die Preise an den Tankstellen auch hierzulande in die Höhe treiben.
Hinweis: CNBC und Kalshi unterhalten eine Geschäftsbeziehung, die die Kundenakquise sowie eine Minderheitsbeteiligung umfasst.


