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US-Iran-Konflikt, Oracle und EZB bewegen die Märkte

US-Futures zeigen Erholung nach starkem Vortagesrückgang – Nahost-Konflikt, Inflation und Oracle-Zahlen belasten das Sentiment.

US-Iran-Konflikt, Oracle und EZB bewegen die Märkte

Die US-Aktienfutures deuteten am Donnerstag nach oben und signalisierten eine mögliche Erholung an der Wall Street. Am Vortag hatten beschleunigte Inflationsdaten und erneute Kämpfe im Nahen Osten die Kurse deutlich belastet. Bis 03:13 Uhr ET (07:13 Uhr MEZ) stieg der Dow-Futures-Kontrakt um 215 Punkte oder 0,4 Prozent.

Der S&P 500-Futures gewann 38 Punkte oder 0,5 Prozent, während Nasdaq 100-Futures um 230 Punkte oder 0,8 Prozent zulegten. Dies folgt auf einen der schwächsten Handelstage seit Monaten: Der Dow Jones Industrial Average verzeichnete mit einem Minus von 1,9 Prozent seinen schlechtesten Tag seit Oktober. Der technologielastige Nasdaq Composite fiel um 2 Prozent, und der S&P 500 gab um 1,6 Prozent auf den niedrigsten Schlussstand seit fünf Wochen nach.

Nahost-Konflikt belastet die Stimmung

Hauptauslöser für den Kurseinbruch am Vortag war die Drohung von US-Präsident Donald Trump, dass der Iran „den Preis zahlen" werde, weil er sich bei den Friedensverhandlungen mit Washington zu viel Zeit lasse. Hinzu kamen ein erneuter Austausch von Angriffen zwischen den USA und dem Iran sowie anhaltende Scharmützel im Libanon zwischen Israel und den von Teheran unterstützten Hisbollah-Milizen.

Trotz der angespannten Lage berichteten Medien, dass beide Seiten über Nacht Gespräche geführt hätten. Die Ölpreise gaben nach und zogen sich von einem anfänglichen Anstieg infolge der zweiten Angriffswelle in dieser Woche zurück. Die Entwicklungen im Nahen Osten bleiben damit ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die globalen Finanzmärkte.

Inflation auf höchstem Stand seit Jahren

Gleichzeitig stieg die US-Verbraucherpreisinflation auf das höchste Tempo seit Jahren. Dies unterstreicht die Auswirkungen des sprunghaften Anstiegs der Energiepreise infolge des Iran-Krieges. Für Donnerstag wird zudem ein separater Indikator für das Erzeugerpreiswachstum erwartet, der weitere Hinweise auf den Inflationsdruck liefern dürfte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) steht angesichts dieser Entwicklungen ebenfalls im Fokus. Von der EZB wird erwartet, dass sie die Zinssätze anhebt, um den iran-bedingten Inflationsdruck einzudämmen. Für europäische Anleger ist diese Entscheidung von besonderer Bedeutung, da steigende Zinsen die Finanzierungskosten für Unternehmen erhöhen und Wachstumsaktien unter Druck setzen können.

Oracle-Aktie bricht nach KI-Finanzierungsplänen ein

Für zusätzliche Belastung sorgte Oracle: Die Aktien des Softwarekonzerns verloren mehr als 9 Prozent, nachdem das Unternehmen Pläne zur Beschaffung von Finanzmitteln für seine Ambitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz bekannt gegeben hatte. Derartige Kapitalmaßnahmen können bei Anlegern Bedenken hinsichtlich einer Verwässerung bestehender Anteile auslösen.

Die Kombination aus geopolitischen Risiken, steigender Inflation und Unsicherheiten rund um einzelne Technologiewerte sorgt damit weiterhin für ein volatiles Marktumfeld. Anleger beobachten die weiteren Entwicklungen im Nahost-Konflikt sowie die bevorstehenden Wirtschaftsdaten genau, um die nächste Richtung an den Börsen abzuschätzen.

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