ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

US-Iran-Gespräche gescheitert: Märkte unter Druck vor Zahlenflut

Trump sagt Unterhändler-Reise ab, Straße von Hormus bleibt gesperrt – Ölpreise steigen, US-Futures geben nach.

US-Iran-Gespräche gescheitert: Märkte unter Druck vor Zahlenflut

Die US-Aktienfutures starteten schwächer in die neue Handelswoche, nachdem US-Präsident Donald Trump die Entsendung von Unterhändlern zu neuen Gesprächen mit dem Iran abgesagt hat. Die Pattsituation zwischen Washington und Teheran verlängert sich damit weiter, während die Straße von Hormus gesperrt bleibt – ein kritisches Nadelöhr für rund ein Fünftel des weltweiten Erdöls. Bis 03:30 Uhr ET fiel der Dow-Jones-Future um 86 Punkte oder 0,2 %, der S&P 500-Future gab um 8 Punkte oder 0,1 % nach, und die Nasdaq-100-Futures verloren ebenfalls 0,1 %.

Der S&P 500 und der Nasdaq Composite hatten die Vorwoche noch mit Gewinnen beendet – angetrieben von der Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Diese Hoffnung zerschlug sich jedoch am Wochenende. Trump sagte die geplante Reise seiner Unterhändler nach Pakistan für Gespräche mit dem Iran ab und signalisierte damit, dass die Sperrung der Meerenge andauern wird. Der Präsident erklärte, Teheran könne „mich anrufen", da Washington „alle Trümpfe in der Hand" halte.

Ölpreise klettern weiter nach oben

Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Die Brent-Öl-Futures stiegen bis 03:40 Uhr ET um 2,4 % auf 107,87 US-Dollar pro Barrel, während die WTI-Rohöl-Futures um 2,3 % auf 96,58 US-Dollar pro Barrel kletterten. Analysten von Vital Knowledge erwarten in dieser Woche „eine Million weiterer Schlagzeilen zum Iran", die die Märkte verarbeiten müssen.

Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Axios hat der Iran den USA einen neuen Vorschlag unterbreitet, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen und den Krieg zu beenden. Dabei sollen Diskussionen über die nuklearen Ambitionen des Irans auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Das Angebot durch die Meerenge bleibt dennoch knapp, was den Aufwärtsdruck auf die Energiepreise aufrechterhält.

Verizon eröffnet die Berichtssaison

Inmitten der geopolitischen Spannungen steht eine intensive Berichtssaison bevor. Den Auftakt macht Verizon, das seine Quartalszahlen am Montag vor Börseneröffnung vorlegt. Laut Bloomberg-Konsensschätzungen wird für das Telekommunikationsunternehmen ein Rückgang der Mobilfunk-Vertragskunden im Privatkundengeschäft um 89.169 erwartet. Das bereinigte EBITDA wird bei 13,14 Milliarden US-Dollar gesehen, bei einem operativen Umsatz von 34,8 Milliarden US-Dollar.

Besonderes Augenmerk gilt Verizons Strategie, Mobilfunk- und Breitbanddienste zusammenzuführen, um das Abonnentenwachstum zu stützen. Die Glasfaser-Assets wurden zuletzt durch die Übernahme des Anbieters Frontier Communications gestärkt. Im Januar hatte Verizon einen optimistischen Ausblick für den Jahresgewinn und den freien Cashflow sowie sein erstes Aktienrückkaufprogramm seit fast sechs Jahren angekündigt.

Im weiteren Wochenverlauf rücken die Ergebnisse der Mega-Cap-Tech-Konzerne in den Fokus. Besonders die Berichte von Alphabet (Google-Mutter) und Microsoft dürften die Märkte bewegen. Anleger werden dabei vor allem auf Updates zu den massiven KI-Investitionsplänen dieser Unternehmen achten, da diese Ausgaben als entscheidend für die Stützung der aufstrebenden Künstlichen-Intelligenz-Industrie gelten.

US-Billigflieger beantragen Milliardenhilfe

Auch die Luftfahrtbranche gerät durch die hohen Energiepreise unter Druck. Eine Gruppe von US-Billigfluggesellschaften, darunter Frontier und Avelo, strebt laut einem Bericht des Wall Street Journal staatliche Unterstützung in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar an – im Austausch für Optionsscheine, die in Kapitalbeteiligungen umgewandelt werden könnten. Die Summe ergibt sich aus den Mehrkosten für Kerosin, die die Airlines in diesem Jahr im Vergleich zu früheren Prognosen erwarten. Die Schätzung basiert auf der Annahme, dass die Kerosinpreise im restlichen Jahr im Durchschnitt über 4 US-Dollar pro Gallone liegen werden. Die Gespräche über ein mögliches Hilfspaket sollen in den kommenden Tagen fortgesetzt werden.

Bank of Japan dürfte Zinsen unverändert lassen

Neben der Berichtssaison steht auch eine wichtige Zinsentscheidung der Bank of Japan (BOJ) an. Es wird weitgehend erwartet, dass die BOJ am 28. April ihren kurzfristigen Leitzins bei 0,75 % belässt – dies wäre das dritte Mal in Folge ohne Änderung, nachdem die Zentralbank die Zinsen im Dezember um 25 Basispunkte angehoben hatte. Ursprünglich hatten die Märkte eine weitere Anhebung im April erwartet, doch eine Reihe weniger restriktiver Signale der BOJ dämpfte diese Erwartungen. Die Zentralbank verwies auf erhöhte Unsicherheit durch die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Konflikts. Dennoch dürfte die BOJ in ihrem Ausblick einen insgesamt restriktiven Ton beibehalten und die Inflationserwartungen angesichts der Energie- und Schifffahrtsschocks möglicherweise anheben.

Us-Iran-GesprächeStraße Von HormusÖlpreiseUs-FuturesVerizon QuartalszahlenBank Of Japan ZinsenBilligflieger Hilfspaket

Disclaimer