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US-Inflation kühlt ab: Fed-Zinssenkungen 2025 weiter möglich

Verbraucherpreise steigen im Januar weniger stark als erwartet – Märkte setzen auf geldpolitische Lockerung

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US-Inflation kühlt ab: Fed-Zinssenkungen 2025 weiter möglich

Die US-Inflation hat sich im Januar abgeschwächt und nährt die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen durch die Federal Reserve. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im vergangenen Monat um lediglich 0,2 Prozent, nach 0,3 Prozent im Dezember. Auf Jahressicht lag die Teuerungsrate bei 2,4 Prozent und damit unter der Erwartung von 2,5 Prozent, wie aus einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen hervorgeht.

Die Veröffentlichung der Daten hatte sich aufgrund eines dreitägigen Regierungsstillstands leicht verzögert. Die Märkte reagierten zunächst verhalten: US-Aktienfutures notierten nahezu unverändert, während die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen um 2,9 Basispunkte auf 4,075 Prozent nachgaben. Der Dollar-Index zeigte sich mit 96,932 Punkten ebenfalls wenig bewegt.

Experten sehen Spielraum für Zinssenkungen

Phil Orlando, Chefmarktstratege bei Federated Hermes, wertet den Bericht positiv: "Das sind gute Nachrichten für die Fed und stützt unsere These, dass die Fed im Laufe eines Jahres etwa dreimal die Zinsen senken kann." Die Daten würden den langfristigen Disinflationstrend bestätigen, was der Notenbank mehr Handlungsspielraum verschaffe.

Brad Conger von Hirtle, Callaghan & Co interpretiert die unterschiedlichen Entwicklungen bei einzelnen Preiskomponenten als positives Signal. "Diese Divergenz ist eine gute Nachricht. Kein einheitlicher Trend bedeutet, dass die Wirtschaft Knappheit und Überfluss von Fall zu Fall einpreist", erklärt der Chief Investment Officer. Langfristig sieht er durch künstliche Intelligenz sogar deflationäre Impulse.

Allerdings gibt es auch mahnende Stimmen. Josh Jamner von ClearBridge Investments weist auf einen Anstieg der "Superkernrate" hin – Kerndienstleistungen ohne Wohnkosten –, die im Januar um 0,6 Prozent zulegte. Dies sei der höchste Wert seit einem Jahr und könnte einige Fed-Mitglieder bei weiteren Zinssenkungen zögern lassen.

Arbeitsmarkt bleibt entscheidender Faktor

Brent Schutte von Northwestern Mutual Wealth Management sieht die Fed in einer Abwartehaltung: "Alle warten darauf, wie der Arbeitsmarkt tatsächlich aussieht." Der jüngste Beschäftigungsbericht habe zwar stärker als erwartet ausgefallen, die zugrunde liegenden Details seien jedoch gemischt gewesen. Die Zuwächse hätten sich auf nicht-zyklische Bereiche wie Gesundheitswesen und Sozialhilfe konzentriert.

Peter Cardillo von Spartan Capital Securities erwartet eine erste Zinssenkung möglicherweise im Juni: "Ich erwarte eine Zinssenkung irgendwann im Juni, aber viel hängt vom Arbeitsmarkt ab." Lindsay Rosner von Goldman Sachs Asset Management teilt diese Einschätzung und rechnet mit insgesamt zwei Senkungen in diesem Jahr.

An den Terminmärkten für Fed-Funds-Futures wird eine dritte Zinssenkung in diesem Jahr mittlerweile mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 50 Prozent eingepreist. Michael Metcalfe von State Street Markets betont: "Die wichtige Erkenntnis ist, dass der Trend zur Disinflation anhält." Dies zeichne ein Bild einer sich weiter verbessernden Inflationsprognose, was Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf ermöglichen werde.

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