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US-Inflation im Februar bei 2,4 Prozent – Iran-Konflikt trübt Ausblick

Die US-Verbraucherpreise stiegen im Februar erwartungsgemäß, doch der Nahost-Konflikt gefährdet die Inflationsentwicklung.

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US-Inflation im Februar bei 2,4 Prozent – Iran-Konflikt trübt Ausblick

Die US-Inflation hat sich im Februar stabil gezeigt und die Erwartungen der Ökonomen erfüllt. Die Verbraucherpreise stiegen in den zwölf Monaten bis Februar um 2,4 Prozent – exakt so viel wie im Vormonat und wie von Analysten prognostiziert. Im Monatsvergleich legte der Verbraucherpreisindex (CPI) um 0,3 Prozent zu, nach 0,2 Prozent im Januar, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte.

Der sogenannte Kernindex, der volatile Posten wie Energie und Lebensmittel ausklammert, lag im Jahresvergleich bei 2,5 Prozent – ebenfalls auf Vormonatsniveau und im Einklang mit den Analystenprognosen. Im Monatsvergleich stieg die Kernrate um 0,2 Prozent, nach 0,3 Prozent im Januar. Teurere Flugtickets sowie steigende Kosten für Fenster- und Bodenbeläge wurden dabei durch sinkende Preise bei Spielzeug und Schuhen teilweise ausgeglichen.

Die Zahlen deuten grundsätzlich auf eine allmähliche Annäherung an das Inflationsziel der US-Notenbank Federal Reserve von 2 Prozent hin. Allerdings bilden die Februar-Daten noch keinen Zeitraum ab, der die jüngsten geopolitischen Entwicklungen widerspiegelt.

Iran-Konflikt und Ölpreisschock als neue Inflationsrisiken

Ende Februar begannen die USA und Israel gemeinsame Angriffe auf den Iran, was die Lage an den Ölmärkten erheblich destabilisiert hat. Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus – eine Wasserstraße, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird – ist praktisch zum Erliegen gekommen. Brent-Rohöl wurde zuletzt bei rund 92 US-Dollar je Barrel gehandelt, nachdem der Preis Anfang der Woche zwischenzeitlich auf fast 120 US-Dollar gestiegen war.

Die US-Benzinpreise sind infolge der Ölmarktturbulenzen sprunghaft angestiegen und haben die Kraftstoffkosten für Autofahrer um rund 20 Prozent erhöht. Ökonomen warnen, dass ein anhaltender Konflikt den Inflationsdruck in den USA erneut anfachen könnte. Ein iranischer Militärsprecher drohte kurz vor der CPI-Veröffentlichung mit einem Ölpreis von 200 US-Dollar je Barrel.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat als Reaktion die bislang größte Freigabe strategischer Ölreserven vorgeschlagen. Laut dem Wall Street Journal soll die Menge die 182 Millionen Barrel übersteigen, die nach der russischen Invasion in der Ukraine 2022 freigegeben wurden. Eine Entscheidung der IEA-Mitgliedsstaaten wurde noch für Mittwoch erwartet.

Federal Reserve hält Kurs – PCE-Daten im Fokus

Trotz der Unsicherheiten wird die Fed bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche laut dem CME FedWatch Tool die Leitzinsen voraussichtlich unverändert in einer Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent belassen. Sollte sich der Konflikt jedoch ausweiten, könnte die Notenbank zu Zinserhöhungen gezwungen werden – in einem Moment, in dem der US-Arbeitsmarkt ohnehin auf wackligem Fundament steht.

Als nächster wichtiger Datenpunkt steht der Kernindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Januar an. Analysten erwarten eine annualisierte Rate von 3,1 Prozent sowie ein monatliches Plus von 0,4 Prozent. Der PCE gilt als bevorzugter Inflationsindikator der Fed und lag zuletzt spürbar höher als der CPI – weshalb ihm besondere Aufmerksamkeit gilt.

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