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US-Inflation auf dem Rückzug

Kernrate bleibt hartnäckig hoch - Fed-Zinssenkungen weiterhin in der Ferne

US-Inflation auf dem Rückzug

Die Inflationsrate in den Vereinigten Staaten zeigt weiterhin Anzeichen eines Rückgangs, da die sinkenden Energiepreise die Teuerung im November auf 3,1 Prozent dämpften. Dies geht aus einem Bericht des US-Arbeitsministeriums hervor, der die neuesten Verbraucherpreisdaten präsentiert. Im Vergleich zum Vormonat Oktober, in dem die Inflation bei 3,2 Prozent lag, zeigt sich ein leichter Abwärtstrend. Dieser Rückgang im Jahresvergleich ist vor allem auf die gesunkenen Energiepreise zurückzuführen, die im November 2023 um 5,4 Prozent niedriger waren als im Vorjahreszeitraum. Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für Nahrungsmittel um 2,9 Prozent, und die Wohnkosten legten sogar um 6,5 Prozent zu.

Ökonomen verfolgen diese Entwicklung mit großem Interesse und äußern ihre Meinungen dazu. Bastian Hepperle, ein Ökonom von der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, betonte, dass der Rückgang der Inflation nach wie vor ein langwieriger Prozess sei. Besonders problematisch sei die Tatsache, dass die Kerninflationsrate, die die volatilen Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, weiterhin bei 4,0 Prozent verharrte. Da die US-Notenbank Federal Reserve besonders auf diese Kernrate achtet, könnten die Erwartungen der Finanzmärkte an Zinssenkungen möglicherweise zu optimistisch sein.

Einige Experten glauben, dass Fed-Präsident Jerome Powell die Hoffnungen auf eine frühe Zinssenkung bereits im ersten Quartal 2024 zerschlagen könnte. Die Federal Reserve hat ihren Leitzins zuletzt auf zwei aufeinanderfolgenden Sitzungen in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent gehalten. Obwohl erwartet wird, dass die Fed bei der anstehenden Zinsentscheidung am Mittwoch erneut keine Änderungen vornehmen wird, prognostizieren die Märkte vier Zinssenkungen im kommenden Jahr. Allerdings betonen die Ökonomen der Commerzbank, Christoph Balz und Bernd Weidensteiner, dass eine Zinssenkung erst Mitte 2024 realistisch erscheint.

Die Entwicklung der Inflation in den USA bleibt somit ein wichtiger Faktor für die Wirtschaftspolitik und die Entscheidungen der Federal Reserve. Während die sinkenden Energiepreise vorerst für Entlastung sorgen, ist die anhaltend hohe Kerninflation nach wie vor eine Herausforderung, die die Finanzmärkte und die Notenbank weiterhin genau im Auge behalten werden.

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