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US-Immobilienmarkt: Rekordviele Verkäufer kehren im Frühjahr zurück

So viele Eigentümer wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr listen ihre Immobilien erneut – doch das Angebot bleibt historisch knapp.

US-Immobilienmarkt: Rekordviele Verkäufer kehren im Frühjahr zurück

Der US-Immobilienmarkt zeigt zum Frühjahrsstart 2025 ein bemerkenswertes Signal: Fast 45.000 Häuser, die im vergangenen Jahr vom Markt genommen worden waren, wurden im Januar erneut zum Verkauf angeboten. Das ist der höchste Januar-Wert seit Beginn der Datenerfassung durch den Immobilienmakler Redfin vor einem Jahrzehnt. Diese rückkehrenden Objekte machen einen Rekordanteil von 3,6 Prozent aller im Januar angebotenen Immobilien aus.

Die Zahlen folgen auf einen turbulenten Herbst: Im September 2025 hatten fast 85.000 Verkäufer ihre Angebote vom Markt zurückgezogen – ein Anstieg von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Hohe Hypothekenzinsen, weiterhin elevated Immobilienpreise und wachsende wirtschaftliche Unsicherheit hatten Käufer an den Seitenrand gedrängt. Verkäufer verloren damit die marktbeherrschende Stellung, die sie während und nach der Pandemie innehatten.

Ashley Rummage, Immobilienmaklerin in Raleigh, North Carolina, berichtete im Dezember, dass Verkäufer zunehmend um Zugeständnisse gebeten wurden – was viele schlicht ablehnten. Dieses Verhalten erklärt, warum viele Objekte damals vom Markt verschwanden.

Angebot wächst, bleibt aber historisch niedrig

Der gesamte Bestand an zum Verkauf stehenden Häusern liegt landesweit über dem Vorjahresniveau – doch das Wachstum verlangsamt sich. Laut dem Portal Realtor.com stiegen die aktiven Inserate im Februar im Jahresvergleich um 7,9 Prozent. Dieser Zuwachs ist jedoch seit neun Monaten in Folge rückläufig.

Im Vergleich zum Vor-Pandemie-Jahr 2019 liegen die Angebote immer noch um 17 Prozent niedriger. Für deutsche Anleger, die den US-Markt beobachten, verdeutlicht dies: Der strukturelle Angebotsengpass in Amerika ist trotz aller Bewegung noch nicht überwunden.

Die Hypothekenzinsen befinden sich derzeit nahe einem Vierjahrestief, sind zuletzt jedoch aufgrund des anhaltenden Konflikts mit dem Iran und erneuter Inflationssorgen leicht gestiegen. Die entscheidende Frage für den Frühjahrsmarkt lautet daher: Mobilisiert das niedrigere Zinsniveau mehr Käufer oder mehr Verkäufer – und wer setzt sich letztlich durch?

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