US-Immobilienmarkt: Höchste Stornierungsrate seit 2017
Der amerikanische Immobilienmarkt zeigt deutliche Schwächezeichen: Im Dezember wurden 16,3% aller Kaufverträge storniert – der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 2017.

Der US-Immobilienmarkt gerät unter zunehmenden Druck. Laut dem Immobilienmaklerunternehmen Redfin wurden im Dezember mehr als 40.000 bereits unterzeichnete Kaufverträge für Eigenheime storniert. Dies entspricht 16,3% aller unter Vertrag genommenen Objekte – ein deutlicher Anstieg gegenüber 14,9% im Vorjahresmonat.
Rekordlücke zwischen Käufern und Verkäufern
Die Marktdaten zeichnen ein besorgniserregendes Bild: Im Dezember gab es etwa 47% mehr Hausverkäufer als Käufer auf dem Markt – eine Differenz von 631.535 Personen. Dies ist die größte Lücke seit 2013 und bedeutet einen Anstieg um 7,1 Prozentpunkte gegenüber November. Das Überangebot an Verkäufern setzt die Preise unter Druck und führt zu einer Marktsituation, in der viele Transaktionen nicht zustande kommen.
Regionale Unterschiede deutlich sichtbar
Besonders stark betroffen sind Städte im Süden der USA. Atlanta verzeichnete mit 22,5% die höchste Stornierungsrate, gefolgt von Jacksonville und San Antonio mit jeweils 20,6%. Cleveland lag bei 20,2%, Tampa bei 19,4%. Deutlich stabiler zeigten sich hingegen die Metropolregionen New York, San Francisco und San Jose in Kalifornien, wo die Stornierungsraten am niedrigsten ausfielen.
Schwache Verkaufszahlen erwartet
Die Situation dürfte sich kurzfristig weiter verschlechtern. Der Nationale Verband der Immobilienmakler (NAR) meldete bereits für Dezember einen überproportionalen Rückgang der schwebenden Verkäufe um 9% gegenüber November. In Kombination mit der hohen Stornierungsrate rechnen Marktbeobachter für Januar und Februar mit besonders schwachen abgeschlossenen Verkäufen.
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Zur AktienanalyseBelastungsfaktoren drücken auf den Markt
Die hohen Stornierungsraten sind Ausdruck mehrerer Belastungsfaktoren: Hohe Hypothekenzinsen, wirtschaftliche Unsicherheit und gestiegene Immobilienpreise der vergangenen Jahre machen vielen Käufern zu schaffen. Hinzu kommt die Sorge vor einer möglichen Rezession, die potenzielle Käufer zögern lässt. Für deutsche Investoren, die in US-Immobilien engagiert sind, bedeutet dies erhöhte Aufmerksamkeit bei der Portfoliosteuerung.

