US-Hypothekenzinsen steigen vierte Woche in Folge auf Septemberhoch
Der Durchschnittszins für 30-jährige Festzins-Hypotheken kletterte auf 6,38 Prozent – der höchste Stand seit September.

Die Hypothekenzinsen in den USA sind die vierte Woche in Folge gestiegen und haben damit den höchsten Stand seit September erreicht. Laut Freddie Mac lag der Durchschnittszins für eine 30-jährige Festzins-Hypothek zuletzt bei 6,38 Prozent, nach 6,22 Prozent in der Vorwoche. Diese abrupte Kehrtwende trifft den Immobilienmarkt zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt.
Noch Ende Februar waren die Hypothekenzinsen erstmals seit 2022 unter die Marke von 6 Prozent gefallen – eine kurze Erleichterung für potenzielle Hauskäufer. Seitdem sind die Zinsen jedoch wieder sprunghaft angestiegen. Als wesentlicher Treiber gilt der Krieg im Iran und die daraus resultierenden Ölpreissteigerungen.
Geopolitik belastet den Immobilienmarkt
Die geopolitischen Spannungen haben die Erwartung genährt, dass die US-Notenbank Federal Reserve die kurzfristigen Zinsen für einen längeren Zeitraum auf hohem Niveau belassen wird. Für den Immobilienmarkt ist das eine schlechte Nachricht, denn die Hypothekenzinsen orientieren sich stark an den langfristigen Staatsanleiherenditen, die ihrerseits von den Fed-Erwartungen abhängen. Höhere Zinsen verteuern die Finanzierung erheblich.
Der Zeitpunkt könnte für den US-Immobilienmarkt kaum ungünstiger sein. Der Markt stagniert bereits seit drei Jahren, belastet durch hohe Immobilienpreise und erhöhte Hypothekenzinsen. Viele potenzielle Käufer und Verkäufer haben sich seitdem vom Markt zurückgezogen.
Frühjahrssaison steht auf dem Spiel
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Zur AktienanalyseDer März markiert traditionell den Beginn der wichtigsten Phase des Jahres für Hausverkäufe in den USA. Viele Familien planen, im Frühjahr Immobilien zu kaufen oder zu verkaufen, um den Umzug noch im Sommer abschließen zu können. Bleibt das Zinsniveau erhöht, könnte die erhoffte Belebung des Marktes ausbleiben.
Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung relevant, da sie Rückschlüsse auf die globale Zinsentwicklung und die Geldpolitik der Zentralbanken zulässt. Auch in Europa stehen Immobilienmärkte unter Druck – steigende Zinsen und hohe Preise bremsen die Nachfrage gleichermaßen.


