US-Hypothekenzinsen sinken leicht auf 6,51 Prozent laut MBA
Der 30-jährige Festzins zieht sich vom Siebenmonatshoch zurück – doch Refinanzierungsanträge fallen weiter.

Die Mortgage Bankers Association (MBA) hat am Mittwoch neue Daten zum US-Hypothekenmarkt veröffentlicht. Demnach sank der Kontraktzins für eine 30-jährige Festzins-Hypothek in der Woche zum 3. April um 6 Basispunkte auf 6,51 Prozent. Damit zog sich der Zinssatz vom Siebenmonatshoch der Vorwoche zurück.
Trotz des leichten Rückgangs bei den Zinsen sanken die Refinanzierungsanträge um 2,8 Prozent. Die Kaufanträge legten zwar im Wochenvergleich um rund 1 Prozent zu, lagen jedoch 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Diese Zahlen verdeutlichen, wie angespannt der US-Immobilienmarkt trotz der marginalen Zinsentlastung bleibt.
Krieg treibt Zinsen und Lebenshaltungskosten nach oben
Als wesentlichen Treiber der gestiegenen Hypothekenzinsen nennt die MBA den Krieg, den die Vereinigten Staaten und Israel seit dem 28. Februar führen. Seit Kriegsbeginn sind die Hypothekenzinsen um 42 Basispunkte gestiegen. Der Konflikt hat die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben getrieben – an diesen Renditen orientieren sich Kreditgeber bei der Festlegung ihrer Hypothekenzinsen.
Neben den steigenden Kreditkosten belastet der Krieg die Haushaltsbudgets amerikanischer Verbraucher zusätzlich durch höhere Kraftstoffpreise. Die Kombination aus teureren Hypotheken und gestiegenen Lebenshaltungskosten setzt die Erschwinglichkeit von Wohnraum in den USA unter erheblichen Druck.
Wohnungsmarkt als politisches Thema der Trump-Regierung
Die Erschwinglichkeit von Wohnraum ist ein zentrales politisches Thema für die Trump-Regierung. Für denselben Mittwoch kündigte die Regierung eine nach eigenen Angaben „wichtige Ankündigung zum Wohnungsmarkt" an. Präsident Donald Trump hatte bereits früher im Jahr vorgeschlagen, institutionellen Investoren den Kauf von Einfamilienhäusern zu untersagen – ein Schritt, der die Nachfrage privater Käufer stärken soll.
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Zur AktienanalyseDarüber hinaus wies Trump die staatlich kontrollierten Unternehmen Fannie Mae und Freddie Mac an, hypothekenbesicherte Wertpapiere im Wert von 200 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Kreditzinsen zu drücken und den Zugang zu Wohneigentum für amerikanische Haushalte zu erleichtern. Fannie Mae und Freddie Mac sichern den Großteil der US-Immobilienkredite ab und spielen damit eine Schlüsselrolle im amerikanischen Hypothekenmarkt.
Für deutsche Anleger und Beobachter des US-Immobilienmarktes bleibt die Entwicklung der Hypothekenzinsen ein wichtiger Indikator. Ein nachhaltiger Rückgang der Zinsen wäre eine Voraussetzung dafür, dass sich die Nachfrage nach Wohnimmobilien in den USA spürbar erholt und die Kaufanträge wieder auf Vorjahresniveau steigen.

