ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

US-Hypothekenzinsen fallen erstmals seit 2022 unter 6 Prozent

Freddie Mac meldet den niedrigsten Hypothekenzins seit über zwei Jahren – doch Experten dämpfen Erwartungen an einen Immobilienboom.

US-Hypothekenzinsen fallen erstmals seit 2022 unter 6 Prozent

Die durchschnittlichen Zinsen für 30-jährige Festzins-Hypotheken in den USA sind auf 5,98 Prozent gesunken – den tiefsten Stand seit September 2022. Das teilte die staatlich geförderte Hypothekenfinanzierungsgesellschaft Freddie Mac am Donnerstag mit. In der Vorwoche hatte der Wert noch bei 6,01 Prozent gelegen, vor einem Jahr sogar bei 6,76 Prozent.

Der Rückgang unter die psychologisch wichtige 6-Prozent-Marke gilt als Signal für eine gewisse Entspannung am US-Immobilienmarkt. Dennoch warnen Ökonomen vor übertriebenen Erwartungen: Ein breiter Aufschwung beim Hauskauf sei trotz der günstigeren Finanzierungskonditionen nicht in Sicht. Die Kombination aus weiterhin hohen Immobilienpreisen und begrenztem Angebot bremst die Nachfrage.

Politischer Druck auf Trump

Der US-Immobilienmarkt ist längst zum politischen Reizthema geworden. Präsident Donald Trump steht mit Blick auf die Kongress-Zwischenwahlen im November unter erheblichem Druck, die Sorgen der Bevölkerung über steigende Lebenshaltungskosten zu adressieren. Er hat bereits eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt, um den Erwerb von Wohneigentum erschwinglicher zu gestalten.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung in den USA ein wichtiger Gradmesser: Die US-Notenbank Federal Reserve hatte die Leitzinsen seit 2022 aggressiv angehoben, um die Inflation zu bekämpfen – mit direkten Folgen für die Hypothekenmärkte weltweit. Der aktuelle Rückgang der Hypothekenzinsen spiegelt die Erwartung weiterer Fed-Zinssenkungen wider.

Trotz des positiven Signals bleibt die Lage für viele amerikanische Haushalte angespannt. Immobilienpreise verharren auf hohem Niveau, das verfügbare Angebot an Wohnimmobilien ist weiterhin knapp. Ökonomen zufolge braucht es mehr als sinkende Zinsen, um den Markt nachhaltig zu beleben – nämlich deutlich mehr Neubauten und strukturelle Reformen.

Us-HypothekenzinsenFreddie MacImmobilienmarkt UsaFestzins-HypothekFederal Reserve Zinsen

Disclaimer