US-Hypothekenzinsen fallen auf 3,5-Jahres-Tief von 6,06%
Die Zinsen für 30-jährige US-Hypotheken sind auf den niedrigsten Stand seit September 2022 gefallen. Auslöser ist ein Kaufprogramm der Trump-Administration für hypothekenbesicherte Wertpapiere.

Die durchschnittlichen Zinsen für 30-jährige Festhypotheken in den USA sind in dieser Woche auf 6,06 Prozent gesunken – der niedrigste Wert seit September 2022. In der Vorwoche lagen die Zinsen noch bei 6,16 Prozent, wie die Hypothekenfinanzierungsagentur Freddie Mac am Donnerstag mitteilte. Zum Vergleich: Im Januar 2024 lag der Durchschnittszins noch bei 7,04 Prozent.
Trump-Administration startet Kaufprogramm
Auslöser für den deutlichen Zinsrückgang ist eine Initiative der Trump-Regierung zur Steigerung der Erschwinglichkeit von Wohnraum. Präsident Donald Trump hat die Federal Housing Finance Agency (FHFA) angewiesen, hypothekenbesicherte Wertpapiere der beiden Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae im Volumen von 200 Milliarden US-Dollar zu kaufen. FHFA-Direktor William Pulte bestätigte vergangene Woche den Start einer ersten Kaufrunde über 3 Milliarden Dollar.
Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen Trumps, die Wohnkosten für amerikanische Familien zu senken. Mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen steht der Präsident unter Druck, konkrete Erfolge bei der Kostensenkung vorzuweisen. Die Republikaner kämpfen in diesem Jahr um die Kontrolle des US-Kongresses.
Auch kürzere Laufzeiten werden günstiger
Nicht nur langfristige Hypotheken werden für Kreditnehmer attraktiver. Der durchschnittliche Zinssatz für 15-jährige Festhypotheken sank von 5,46 Prozent in der Vorwoche auf aktuell 5,38 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Rückgang von 6,27 Prozent auf das aktuelle Niveau.
Weitere Maßnahmen geplant
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Zur AktienanalyseDie Trump-Administration plant zusätzliche Schritte zur Entlastung des Wohnungsmarktes. So hat der Präsident vorgeschlagen, institutionellen Investoren den Kauf von Einfamilienhäusern zu verbieten. Damit soll verhindert werden, dass große Kapitalgesellschaften Wohnraum aufkaufen und für Privatpersonen unerschwinglich machen.
Für deutsche Anleger sind diese Entwicklungen relevant, da sie die Attraktivität von US-Immobilieninvestments beeinflussen. Sinkende Hypothekenzinsen können die Nachfrage nach Wohnimmobilien ankurbeln und sich positiv auf den amerikanischen Immobilienmarkt auswirken.


