US-Hausverkäufe im März übertreffen Erwartungen deutlich laut NAR
Der Index der schwebenden Hausverkäufe stieg im März um 1,5 Prozent – dreimal so stark wie vom Markt erwartet.

Der US-Immobilienmarkt hat im März ein überraschend starkes Signal gesendet. Der Index der schwebenden Hausverkäufe (Pending Home Sales Index) stieg um 1,5 Prozent auf einen Stand von 73,7 – und übertraf damit den Marktkonsens von lediglich +0,5 Prozent deutlich. Die Daten wurden von der National Association of Realtors (NAR) veröffentlicht.
Der Pending Home Sales Index gilt als wichtiger Frühindikator für den US-Immobilienmarkt. Er misst die Anzahl der Kaufverträge, die bereits unterzeichnet wurden, bei denen der Verkauf jedoch noch nicht abgeschlossen ist. Da zwischen Vertragsunterzeichnung und finalem Abschluss in der Regel ein bis zwei Monate liegen, gibt der Index einen verlässlichen Vorausblick auf künftige Verkaufsabschlüsse.
Dreifach so stark wie erwartet
Ein Plus von 1,5 Prozent gegenüber einem Konsens von 0,5 Prozent bedeutet, dass der tatsächliche Anstieg dreimal so hoch ausfiel wie von Analysten prognostiziert. Für deutsche Anleger und Beobachter des US-Immobilienmarktes ist dies ein bemerkenswertes Signal, das auf eine robustere Nachfrage nach Wohnimmobilien hindeutet als zuletzt angenommen.
Der absolute Indexstand von 73,7 gibt dabei ebenfalls Aufschluss über den Zustand des Marktes. Der Index wird auf Basis des Jahres 2001 normiert, wobei ein Wert von 100 dem damaligen Aktivitätsniveau entspricht. Ein Stand von 73,7 zeigt, dass der Markt weiterhin unter dem historischen Referenzniveau liegt, sich jedoch in die richtige Richtung bewegt.
Einordnung im wirtschaftlichen Kontext
Die Veröffentlichung der NAR-Daten fällt in eine Phase, in der der US-Immobilienmarkt mit verschiedenen Gegenwindfaktoren zu kämpfen hat. Hohe Hypothekenzinsen haben in den vergangenen Quartalen die Erschwinglichkeit von Wohneigentum für viele Amerikaner erheblich eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund ist der positive Monatswert umso bemerkenswerter.
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Zur AktienanalyseGleichzeitig meldete der US-Einzelhandel im März einen Rekordanstieg der Tankstellenumsätze, was die Einzelhandelsumsätze insgesamt beflügelte. Diese Daten zusammen zeichnen ein Bild einer US-Wirtschaft, die trotz verschiedener Unsicherheitsfaktoren weiterhin eine gewisse Widerstandsfähigkeit zeigt.
Für Investoren, die den US-Immobiliensektor im Blick haben, liefern die März-Daten der NAR ein positives Signal. Der deutlich über den Erwartungen liegende Anstieg des Pending Home Sales Index könnte darauf hindeuten, dass die Nachfrage nach Wohnimmobilien in den USA stabiler ist als von vielen Marktteilnehmern zuletzt befürchtet.


