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US-Hausbauer-Stimmung sinkt auf 36 Punkte – Erschwinglichkeit bleibt Problem

NAHB-Index fällt im Februar erneut und verharrt den 22. Monat unter Wachstumsschwelle.

US-Hausbauer-Stimmung sinkt auf 36 Punkte – Erschwinglichkeit bleibt Problem

Die Stimmung unter US-Hausbauern hat sich im Februar weiter eingetrübt. Der Housing Market Index der National Association of Home Builders (NAHB) und Wells Fargo sank um einen Punkt auf 36 Zähler, wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage zeigt. Damit liegt der Indikator bereits den 22. Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Von Reuters befragte Ökonomen hatten eigentlich mit einem Anstieg auf 38 Punkte gerechnet.

Als Hauptgründe für die anhaltende Schwäche nennen die Bauunternehmen hohe Grundstücks- und Baukosten sowie im Verhältnis zum Einkommen weiterhin überhöhte Hauspreise. "Die Bauherren haben ihre Erwartungen für künftige Verkäufe gesenkt, da die Käufer über Probleme bei der Erschwinglichkeit berichten", erklärte NAHB-Vorsitzender Buddy Hughes. Viele potenzielle Käufer halten sich trotz Kaufanreizen zurück.

Besonders problematisch: 65 Prozent der Bauunternehmen setzen mittlerweile Verkaufsanreize ein – den elften Monat in Folge liegt dieser Anteil über 60 Prozent. Immerhin 36 Prozent der Unternehmen meldeten Preissenkungen, im Durchschnitt um 6 Prozent. Die schwache Nachfrage hat zu einem Überhang an unverkauften Neubauten geführt.

Trump-Politik verschärft die Lage

Die weitreichenden Zölle von Präsident Donald Trump treiben die Preise für Baumaterialien und Haushaltsgeräte zusätzlich in die Höhe. Sein hartes Vorgehen gegen Einwanderung, einschließlich Razzien auf Baustellen, verknappt das Arbeitskräfteangebot weiter. Dies konterkariert Bemühungen der Trump-Administration, Wohnraum erschwinglicher zu machen – etwa durch Käufe von hypothekenbesicherten Wertpapieren oder das Verbot für institutionelle Investoren, Einfamilienhäuser zu erwerben.

Der Teilindex für die aktuelle Verkaufslage verharrte bei 41 Punkten, während der Indikator für künftige Verkaufserwartungen um drei Punkte auf 46 fiel. Besonders dramatisch: Der Maßstab für das Aufkommen potenzieller Käufer sank um zwei Punkte auf nur noch 22 Zähler.

Hoffnung auf sinkende Zinsen

"Die Lösung für den Wohnungsmarkt liegt in der Verabschiedung politischer Maßnahmen, welche die Baukostenkurve senken und ein zusätzliches Angebot an bezahlbarem Wohnraum ermöglichen", forderte NAHB-Chefökonom Robert Dietz. Positiv sei, dass die nachlassende Inflation weiterhin niedrigere Zinssätze für Hypotheken und Baudarlehen ermöglichen sollte. Ob dies ausreicht, um die Branche aus der Krise zu führen, bleibt jedoch abzuwarten.

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