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US-Handelsbilanzdefizit steigt auf 57,3 Milliarden Dollar im Februar

Das amerikanische Handelsdefizit weitete sich im Februar 2026 trotz Rekordexporten auf 57,3 Milliarden Dollar aus.

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US-Handelsbilanzdefizit steigt auf 57,3 Milliarden Dollar im Februar

Das US-Handelsbilanzdefizit hat sich im Februar 2026 um 4,9 Prozent auf 57,3 Milliarden Dollar ausgeweitet. Das teilten das Bureau of Economic Analysis und das Census Bureau des Handelsministeriums am Donnerstag mit. Damit fiel das Defizit jedoch deutlich besser aus als von Ökonomen erwartet – Reuters-Befragte hatten einen Anstieg auf 61,0 Milliarden Dollar prognostiziert.

Die Januardaten wurden leicht nach oben revidiert: Das Defizit lag demnach bei 54,7 Milliarden Dollar statt der ursprünglich gemeldeten 54,5 Milliarden Dollar. Die Handelsdaten bleiben angesichts der sich rasch ändernden politischen Rahmenbedingungen unter Präsident Donald Trump weiterhin volatil.

Rekordexporte können Importanstieg nicht ausgleichen

Die Exporte sprangen im Februar um 4,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 314,8 Milliarden Dollar. Die Warenexporte erreichten mit 206,9 Milliarden Dollar ebenfalls ein Allzeithoch – angetrieben vor allem durch Währungsgold und Erdgas. Auch die Dienstleistungsexporte kletterten auf einen Rekordwert von 107,9 Milliarden Dollar, gestützt durch Reiseverkehr, Finanzdienstleistungen und Gebühren für geistiges Eigentum.

Die Importe stiegen jedoch noch stärker: Sie erhöhten sich um 4,3 Prozent auf 372,1 Milliarden Dollar. Besonders stark legten Investitionsgüter wie Computer, Computerzubehör und Halbleiter zu – ein Anstieg um 7,8 Milliarden Dollar, der Experten zufolge eng mit dem KI-Boom und dem Bau von Rechenzentren zusammenhängt. Auch Rohöleinfuhren, Konsumgüter, Pharmazeutika sowie Kraftfahrzeuge und Teile verzeichneten deutliche Zuwächse.

Das bilaterale Warenhandelsdefizit mit China stieg im Februar auf 13,1 Milliarden Dollar nach 12,5 Milliarden Dollar im Januar. Das Defizit mit Mexiko weitete sich noch deutlicher aus – um 4,1 Milliarden auf 16,8 Milliarden Dollar.

Zollpolitik und geopolitische Risiken belasten Ausblick

Der handelspolitische Hintergrund bleibt turbulent. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte im Februar Trumps umfassende Zölle auf Basis des Notstandsrechts gekippt. Trump reagierte mit der Einführung eines weltweiten Zolls für bis zu 150 Tage und begründete dies mit der Notwendigkeit, das Handelsdefizit abzubauen und die heimische Industrie zu stärken. Kritiker verweisen darauf, dass seit Januar 2025 rund 100.000 Industriearbeitsplätze verloren gingen.

Zusätzlich belasten geopolitische Risiken den Ausblick. Der US-israelische Krieg gegen den Iran hat zu Schifffahrtsbeschränkungen durch die Straße von Hormus geführt, die den Handel mit Energieprodukten und Düngemitteln einschränken. Ökonomen erwarten dadurch eine weitere Dämpfung des Handelsvolumens.

Für das Wirtschaftswachstum bleibt der Außenhandel ein Belastungsfaktor. Die Atlanta Federal Reserve prognostiziert für das erste Quartal 2026 ein annualisiertes BIP-Wachstum von 1,9 Prozent – nach lediglich 0,7 Prozent im vierten Quartal 2025.

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