US-Gewerbeimmobilien: Transaktionsvolumen sinkt, Bürosegment überrascht positiv
Dezember-Rückgang setzt sich fort, doch Jahreszahlen zeigen Erholung mit 17 Prozent Plus

Das Transaktionsvolumen bei US-Gewerbeimmobilien ist im Dezember 2025 den zweiten Monat in Folge gesunken. Im Jahresvergleich fiel das Volumen um 20 Prozent, wie aus exklusiven Daten von Moody's für CNBC hervorgeht. Die Analyse umfasst die 50 größten Verkäufe in den Kernsegmenten Mehrfamilienhäuser, Büro, Industrie, Einzelhandel und Hotel.
Trotz des Dezember-Rückgangs zeigt die Jahresbilanz 2025 ein positiveres Bild. Das Gesamtvolumen lag 17 Prozent über dem Vorjahreswert und signalisiert damit eine Erholung am Markt. Allerdings fiel das Wachstum schwächer aus als 2024 mit 24 Prozent und liegt weiterhin 30 Prozent unter dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019.
Büroimmobilien erleben Renaissance
Überraschend stark entwickelte sich das Bürosegment mit einem Volumenzuwachs von 21 Prozent im Gesamtjahr 2025. Die Erholung wird durch verstärkte Rückkehr-ins-Büro-Anordnungen und einen Boom bei KI-Arbeitsplätzen getragen. Dies widerlegt das während der Pandemie verbreitete Narrativ vom Ende der Büroimmobilie. Investoren konzentrieren sich dabei allerdings weiterhin auf Class-A-Objekte und Prestigeimmobilien, während der übrige Markt Schwierigkeiten hat.
Der Mehrfamilienhaussektor führte das Transaktionsgeschehen 2025 mit einem Plus von 24 Prozent gegenüber 2024 an. Dies geschah trotz rückläufiger Fundamentaldaten wie Belegungsraten und Mieten. Profitieren konnte das Segment von den anhaltend hohen Hypothekenzinsen, die potenzielle Käufer im Mietmarkt hielten.
Einzelhandel trotzt E-Commerce-Druck
Auch der Einzelhandelssektor verzeichnete mit 19 Prozent Wachstum einen gesunden Zuwachs. Besonders stark zeigten sich lebensmittelorientierte und auf den täglichen Bedarf ausgerichtete Zentren, die dem anhaltenden Druck durch den E-Commerce standhalten konnten.
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Zur AktienanalyseBei den großen Transaktionen über 100 Millionen Dollar gab es eine deutliche Belebung. Das Volumen stieg um 23 Prozent gegenüber 2024, getrieben von institutionellen Akteuren, unternehmenseigenen Nutzern und einigen REITs. Allerdings erreicht dieses Segment erst die Hälfte des 2019er-Niveaus und ist damit am weitesten von einer vollständigen Erholung entfernt.
Kleinere Transaktionen unter 5 Millionen Dollar übertreffen ihr 2019er-Tempo mittlerweile um 4 Prozent. Sie werden bevorzugt von privatem Kapital und Einzelinvestoren getätigt, die während des aktuellen Zinszyklus aktiver und liquider waren. Deals zwischen 5 und 15 Millionen Dollar liegen nur noch 12 Prozent unter dem Volumen von 2019.

