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US-Gesundheitskosten belasten Haushalte stärker als Miete und Lebensmittel

Zwei Drittel der Amerikaner sorgen sich um Krankenversicherung – mehr als um andere Ausgaben

US-Gesundheitskosten belasten Haushalte stärker als Miete und Lebensmittel

Die Gesundheitskosten haben sich zur größten finanziellen Sorge amerikanischer Haushalte entwickelt. Laut einer aktuellen Umfrage der überparteilichen Forschungsgruppe KFF bereiten die Ausgaben für Krankenversicherung und medizinische Behandlungen 66 Prozent der US-Bürger Sorgen – mehr als Miete, Lebensmittel oder Benzinkosten. Die Studie befragte Mitte Januar 1.426 Erwachsene.

Von den besorgten Amerikanern gaben 32 Prozent an, "sehr besorgt" zu sein, weitere 34 Prozent sind "eher besorgt". Unter Gesundheitskosten fallen dabei nicht nur Versicherungsprämien, sondern auch Zuzahlungen für Arztbesuche und verschreibungspflichtige Medikamente. Die Umfrage zeigt: Mehr als 20 Prozent der Befragten berichten, dass ihre Gesundheitsausgaben schneller steigen als andere Lebenshaltungskosten.

Auslaufen staatlicher Zuschüsse verschärft Lage

Die Sorgen haben einen konkreten Hintergrund: Anfang Januar liefen erhöhte staatliche Prämienzuschüsse für Krankenversicherungen aus, die über den Marktplatz des Affordable Care Act (ACA) abgeschlossen wurden. Etwa 22 Millionen Menschen – über 90 Prozent der ACA-Versicherten – profitierten 2025 noch von diesen Zuschüssen.

Die Folgen sind dramatisch: KFF schätzt, dass sich die durchschnittlichen Versicherungsprämien für Betroffene mehr als verdoppeln werden – von 888 Dollar auf 1.904 Dollar pro Monat. Das entspricht einer Steigerung von über 114 Prozent. Während die Demokraten eine Verlängerung der Zuschüsse fordern, blockiert die republikanische Mehrheit im Kongress diese Bemühungen bislang.

Politische Brisanz vor Zwischenwahlen

Experten sehen in der Entwicklung eine potenzielle Bedrohung für die republikanische Mehrheit bei den anstehenden Zwischenwahlen. "Gesundheitsfragen rangieren normalerweise als Wahlkampfthema zweiter Ordnung", erklärt Shannon Schumacher, leitende Umfrageanalystin bei KFF. Die aktuelle Situation könnte dies jedoch ändern.

Die Mehrheit der Befragten gab an, dass ihre Gesundheitskosten im vergangenen Jahr gestiegen sind. Besonders betroffen sind auch Arbeitnehmer mit arbeitgebergesponserter Versicherung, die ebenfalls steigende Kosten verzeichnen. Die Bezahlbarkeit der Gesundheitsversorgung dürfte damit zu einem zentralen Thema im diesjährigen Wahlkampf werden.

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