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US-Futures im Plus: Arbeitsmarktdaten dämpfen Rezessionsängste vor Inflationszahlen

Starke Beschäftigungsdaten beruhigen Anleger, doch Zinssenkungshoffnungen schwinden deutlich

US-Futures im Plus: Arbeitsmarktdaten dämpfen Rezessionsängste vor Inflationszahlen

Die US-Aktienmärkte zeigen sich am Donnerstagmorgen von ihrer freundlichen Seite. Die Futures auf die großen Indizes legten zu, nachdem positive Arbeitsmarktdaten die Sorgen vor einer wirtschaftlichen Abschwächung dämpften. Der Dow-Jones-Future stieg um 174 Punkte oder 0,35 Prozent, während der S&P-500-Future um 0,33 Prozent zulegte.

Die jüngsten Beschäftigungszahlen zeigten ein stärkeres Wachstum als erwartet, während die Arbeitslosenquote zurückging. Diese Entwicklung beruhigte die Märkte zunächst, führte jedoch zu einer deutlichen Neubewertung der Zinssenkungserwartungen. Händler reduzierten ihre Wetten auf baldige Zinssenkungen durch die Federal Reserve spürbar.

Laut dem FedWatch-Tool der CME Group stieg die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank die Zinsen im Juni unverändert lässt, von 24,8 auf fast 40 Prozent. Mindestens eine Zinssenkung wird zwar weiterhin für Juni erwartet, doch die robusten Arbeitsmarktdaten geben der Fed mehr Spielraum für eine abwartende Haltung.

Inflationsdaten im Fokus

Alle Augen richten sich nun auf den Verbraucherpreisindex für Januar, der am Freitag veröffentlicht wird. Diese Daten dürften entscheidend für die weitere Zinspolitik der Federal Reserve sein. Im späteren Tagesverlauf werden zudem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erwartet, die weitere Einblicke in die Arbeitsmarktsituation geben könnten.

Die Wall-Street-Indizes hatten die vorherige Handelssitzung verhalten beendet, da die sinkenden Erwartungen an Zinssenkungen auf die Anlegerstimmung drückten. Die Unsicherheit über den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed belastet die Märkte weiterhin.

Technologiesektor unter Druck

Der Technologiesektor zeigte sich erneut anfällig. Die Aktien von AppLovin brachen im vorbörslichen Handel um 4,8 Prozent ein, nachdem das Unternehmen seine Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt hatte. Die Marketingplattform hat in den ersten sechs Wochen des Jahres bereits fast ein Drittel ihres Wertes verloren – ein deutliches Zeichen für den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch KI-gestützte Lösungen.

Besonders hart traf es Cisco Systems, dessen Aktien um 8 Prozent nachgaben. Der Netzwerkausrüster hatte eine bereinigte Bruttomarge gemeldet, die unter den Analystenerwartungen lag. Softwareaktien setzten ihre Talfahrt fort, nachdem sie sich zuvor drei Handelstage lang erholt hatten.

Handelspolitische Entwicklungen

Auf der handelspolitischen Bühne gibt es vorsichtige Hoffnungszeichen. Laut einem Bericht der South China Morning Post könnten die USA und China ihren Handelsfrieden um bis zu ein Jahr verlängern. Ein Treffen zwischen Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping wird Anfang April in Peking erwartet.

Das US-Repräsentantenhaus unterstützte knapp eine Resolution gegen Trumps Zölle auf Kanada. Die Abgeordneten stimmten für eine Beendigung des nationalen Notstands, der als Grundlage für Strafzölle auf kanadische Waren diente. Diese Entwicklung könnte die Handelsbeziehungen zwischen den Nachbarländern entspannen.

Unternehmensgewinne bleiben im Fokus

Die Berichtssaison läuft auf Hochtouren. Vor Börsenbeginn legten unter anderem Restaurant Brands, Birkenstock, Howmet Aerospace und Exelon ihre Quartalszahlen vor. Die Märkte reagieren derzeit besonders sensibel auf Hinweise, wie Unternehmen mit der KI-getriebenen Disruption umgehen.

Applied Materials geriet unter Druck, nachdem das US-Handelsministerium einen Vergleich in Höhe von 252 Millionen Dollar mit dem Halbleiterausrüster wegen illegaler Exporte von Chipfertigungsanlagen nach China bekannt gegeben hatte. Die Aktien fielen im vorbörslichen Handel um 1 Prozent.

Anleger werden zudem die Kommentare der Präsidentin der Bank of Dallas, Lorie Logan, und von Fed-Gouverneur Stephen Miran aufmerksam verfolgen. Ihre Äußerungen könnten weitere Hinweise auf die künftige Zinspolitik geben.

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