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US-Futures geben nach – Rekordstände an der Wall Street

Nach neuen Allzeithochs aller drei US-Hauptindizes zeigen die Futures am Dienstagmorgen erste Schwächezeichen.

US-Futures geben nach – Rekordstände an der Wall Street

Die US-Aktienfutures gaben am frühen Dienstag nach, nachdem alle drei großen Indizes – S&P 500, Nasdaq Composite und Dow Jones Industrial Average – während der regulären Handelssitzung am Montag neue Rekordstände erreicht hatten. Die S&P 500-Futures verloren 0,37%, die Nasdaq 100-Futures gaben um 0,55% nach. Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average sanken um 212 Punkte oder 0,41%.

Der Rückgang der Futures folgt auf eine starke Montagssitzung, die maßgeblich vom Technologiesektor getragen wurde. Der S&P 500 legte um 0,26% zu, der Nasdaq Composite stieg um 0,42%, und der Dow Jones kletterte um 46,42 Punkte oder 0,09%. Alle drei Indizes verzeichneten dabei sowohl neue Intraday-Allzeithochs als auch neue Schlussrekorde.

Nvidia und KI-Begeisterung treiben Technologiewerte

Haupttreiber der Rally war eine Aufwärtsbewegung im Technologiesektor, angeführt von Nvidia nach der Vorstellung eines neuen Chips für PCs. Die anhaltende Begeisterung rund um das Thema Künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Wochen für eine bemerkenswerte Marktperformance gesorgt. Besonders deutlich zeigte sich dies beim WisdomTree Cloud Computing Fund (WCLD), der am Montag um 9% zulegte.

Innerhalb des WCLD verzeichneten rund 22 Unternehmen – mehr als ein Drittel aller enthaltenen Werte – Kursgewinne von über 10%. Es war der beste Tag für den Fonds seit dem 9. April 2025. MongoDB führte die Gewinnerliste mit einem Plus von 20,4% an, gefolgt von Twilio und HubSpot, die beide rund 19% zulegten. Asana gewann fast 18%, Klaviyo stieg um knapp 16%.

Auch Hewlett Packard Enterprise (HPE) sorgte für Aufsehen: Die Aktie des Technologieunternehmens schoss nachbörslich um 26% in die Höhe. HPE übertraf die Erwartungen der Wall Street deutlich, gab einen optimistischen Ausblick für das laufende Quartal und hob seine Jahresprognose an. Die Ergebnisse für das zweite Quartal stellten zudem die größte Gewinnüberraschung für das Unternehmen seit 2018 dar.

Marktanalystin sieht keine Anzeichen für ein Ende der Rally

Trotz der nachgebenden Futures bleibt die Stimmung unter Marktbeobachtern konstruktiv. Katie Stockton, Gründerin von Fairlead Strategies, sieht keine Anzeichen dafür, dass die Aktienmarktrally beendet ist. „Wir hatten neun aufeinanderfolgende Gewinnwochen für den S&P 500, und das spiegelt natürlich ein positives Momentum wider. Das Momentum ist derzeit positiv – kurz-, mittel- und langfristig –, und wir haben eine Reihe von Ausbrüchen aus Flaggenformationen gesehen, also im Wesentlichen starke Kursanstiege, gefolgt von kurzen Konsolidierungsphasen, die sich dann nach oben auflösen", sagte Stockton am Montagnachmittag in der CNBC-Sendung „Closing Bell".

Sie verwies auf Dell als aktuelles Beispiel für diese Kursdynamik und mahnte zugleich zur Vorsicht: „Diese Kursanstiege sind wirklich explosiv. Leider bedeutet das auch, dass sie tendenziell auf dramatische Weise enden, aber wir haben noch keine Anzeichen, keine bestätigten Verkaufssignale von unseren Overbought-Oversold-Metriken, die darauf hindeuten, dass dies vorbei ist."

Geopolitische Unsicherheit belastet asiatische Märkte

Neben dem Technologiethema rückte am Montag auch die geopolitische Lage wieder in den Fokus. Die Ölpreise stiegen, nachdem iranische Staatsmedien berichteten, dass die Unterhändler des Landes den Nachrichtenaustausch mit den USA über Vermittler einstellen werden. Das staatlich verbundene Nachrichtenportal Tasnim meldete zudem, dass der Iran die Straße von Hormus vollständig blockieren wolle. Laut dem Bericht werde „kein Dialog stattfinden", bis Israel alle Angriffe im Libanon und im Gazastreifen einstellt und sich vollständig aus den besetzten Gebieten im Libanon zurückzieht.

US-Präsident Donald Trump reagierte in einem Telefoninterview gegenüber CNBC und erklärte, es sei ihm „völlig egal", ob die Friedensverhandlungen mit dem Iran beendet seien. In einem späteren Post auf Truth Social teilte Trump jedoch mit, er habe ein „sehr produktives Telefonat" mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu geführt. In einem weiteren Post fügte er hinzu, dass die Gespräche mit dem Iran „in hohem Tempo fortgesetzt" würden.

Die geopolitischen Spannungen belasteten die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum am Dienstag spürbar. Der japanische Nikkei 225 verlor 1,32%, der Topix gab um 1,14% nach. Besonders deutlich fiel der Rückgang in Südkorea aus: Der Kospi sank um 1,92%, der Small-Cap-Index Kosdaq sogar um 3,13%. Etwas besser hielten sich die chinesischen Märkte – der Hang Seng Index in Hongkong legte um 0,13% zu, der festlandchinesische CSI 300 stieg um 0,1%.

Blick auf den Handelstag

Auf der Unternehmensseite werden Dollar General, Victoria's Secret und Signet Jewelers ihre Quartalsergebnisse vor der Markteröffnung am Dienstag veröffentlichen. Makroökonomisch richten Händler ihren Blick auf die JOLTS-Daten zu den offenen Stellen für den Monat April, die wichtige Hinweise auf den Zustand des US-Arbeitsmarkts liefern könnten.

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