US-Futures geben nach – Jobdaten und Iran-Gespräche im Fokus
Anleger warten auf den US-Arbeitsmarktbericht für Juni und beobachten geopolitische Entwicklungen rund um den Iran.

Die US-Aktienfutures haben am Donnerstag im asiatischen Handel leicht nachgegeben. Hintergrund ist eine volatile Vorsitzung an der Wall Street sowie die Erwartung des monatlichen Arbeitsmarktberichts, der Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der Federal Reserve liefern soll.
Um 02:28 Uhr ET (06:28 Uhr MEZ) notierten die S&P 500 Futures 0,1% tiefer bei 7.534,0 Punkten. Die Nasdaq 100 Futures verloren 0,5% auf 29.959,75 Punkte, während die Dow Jones Futures ebenfalls 0,1% im Minus bei 52.643,0 Punkten handelten.
Wall Street startet schwach ins dritte Quartal
Bereits am Mittwoch hatten die wichtigsten US-Indizes den ersten Handelstag des dritten Quartals im negativen Bereich beendet. Der Dow Jones Industrial Average gab geringfügig nach, der S&P 500 verlor 0,2% und der Nasdaq Composite sank um 0,7%. Belastet wurde der Markt vor allem durch deutliche Kursverluste bei Halbleiter- und KI-bezogenen Aktien.
Ein Lichtblick war die Aktie von Meta Platforms, die um 9% zulegte. Auslöser war ein Bloomberg-Bericht, wonach der Tech-Konzern plant, in den Markt für Cloud-Infrastruktur einzusteigen und überschüssige KI-Rechenkapazitäten zu verkaufen. Meta begrenzte damit die Verluste des Gesamtmarktes spürbar.
Nonfarm Payrolls als entscheidender Gradmesser
Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses steht der Bericht über die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft – die sogenannten Nonfarm Payrolls. Aufgrund des Feiertags zum Unabhängigkeitstag wird der Bericht diesmal einen Tag früher als üblich veröffentlicht. Ökonomen rechnen damit, dass die US-Wirtschaft im Juni rund 114.000 neue Stellen geschaffen hat, nach 172.000 im Mai.
Anleger suchen in den Daten nach Anzeichen für eine Abkühlung des Arbeitsmarktes. Eine solche Entwicklung könnte den nächsten geldpolitischen Schritt der Fed maßgeblich beeinflussen. Fed-Chef Kevin Warsh hatte zuletzt das Ziel der Zentralbank bekräftigt, die Inflation wieder auf den Zielwert von 2% zu bringen, und dabei angemerkt, dass sich die Inflationserwartungen zuletzt abgeschwächt hätten.
Geopolitik: Iran-Gespräche in Doha abgeschlossen
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Zur AktienanalyseAuch geopolitische Entwicklungen blieben im Blickfeld der Märkte. Unterhändler der USA und des Irans schlossen am Mittwoch zweitägige indirekte Gespräche in Doha ab. Im Fokus standen dabei der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder – beides Kernbestandteile eines im vergangenen Monat erzielten vorübergehenden Abkommens.
Die Rohölpreise gaben im asiatischen Handel weiter nach, was dazu beitrug, die Inflationssorgen an den Märkten zu dämpfen. Anleger verknüpfen die Entwicklung der Ölpreise und die Spannungen im Nahen Osten zunehmend mit ihren Erwartungen an Inflation und Geldpolitik.
Trotz des jüngsten Rücksetzers notieren US-Aktien nach starken Gewinnen im zweiten Quartal weiterhin nahe ihren Rekordständen. Die Marktteilnehmer wägen dabei die hohen Bewertungen gegen eine widerstandsfähige Wirtschaft und die Erwartung eines anhaltenden Gewinnwachstums ab – ein Spannungsfeld, das die Märkte in den kommenden Wochen weiter beschäftigen dürfte.

