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US-Futures erholen sich nach Wall-Street-Verlusten durch Iran-Spannungen

Erneute Feindseligkeiten in der Straße von Hormus belasten die Märkte, Technologiewerte zeigen sich jedoch widerstandsfähig.

US-Futures erholen sich nach Wall-Street-Verlusten durch Iran-Spannungen

Die US-Aktienindex-Futures haben am Donnerstagabend leicht zugelegt, nachdem erneute militärische Auseinandersetzungen mit dem Iran in der Straße von Hormus die Wall Street von ihren Rekordhöhen zurückgeworfen hatten. Die S&P 500 Futures stiegen um 0,2 % auf 7.377,25 Punkte, die Nasdaq 100 Futures legten um 0,3 % auf 28.767,0 Punkte zu, und die Dow Jones Futures gewannen 0,1 % auf 49.768,0 Punkte. Die Verluste an den Kassamärkten hielten sich in Grenzen, da Technologiewerte weiterhin widerstandsfähig blieben und der Optimismus rund um künstliche Intelligenz unvermindert anhielt.

Zuvor hatten die wichtigsten US-Indizes am Donnerstag deutlich nachgegeben. Der S&P 500 fiel um 0,3 % auf 7.337,10 Punkte, der Nasdaq Composite sank um 0,1 % auf 25.806,20 Punkte, und der Dow Jones Industrial Average gab um 0,6 % auf 49.596,60 Punkte nach. Auslöser war die Eskalation der militärischen Lage rund um die strategisch bedeutsame Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman.

Militärische Eskalation in der Straße von Hormus

Das US-Militär teilte am Donnerstag mit, es habe iranische Angriffe auf drei amerikanische Kriegsschiffe abgefangen, die die Straße von Hormus durchquerten. Der Iran hatte den USA zuvor vorgeworfen, einen Waffenstillstand durch Angriffe auf mehrere Ziele in und um die Meerenge verletzt zu haben. Teheran schien dabei bestrebt zu sein, seine Kontrolle über Hormus zu formalisieren, während die USA Anfang der Woche eine Operation zur Wiederherstellung der Handelsschifffahrt durch die Wasserstraße eingeleitet und dann abrupt abgebrochen hatten.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich gegenüber ABC News und bezeichnete die jüngsten Angriffe als einen „Liebesbeweis" („love tap"), betonte jedoch gleichzeitig, dass der Waffenstillstand weiterhin bestehe. In einem späteren Social-Media-Post drohte Trump mit weiteren Angriffen gegen den Iran, falls dieser nicht schnell einem Abkommen zustimme. Die erneuten militärischen Aktionen dämpften die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen, nachdem beide Länder Anfang der Woche noch Fortschritte auf dem Weg zu einer Einigung signalisiert hatten.

Die Aktien von Chipherstellern fielen von ihren jüngsten Höchstständen zurück und sahen sich Gewinnmitnahmen gegenüber, da die allgemeine Risikobereitschaft der Anleger nachließ. Der Sektor blieb jedoch aufgrund des anhaltenden Optimismus rund um künstliche Intelligenz insgesamt lebhaft. Dies verdeutlicht, dass der KI-Boom als struktureller Treiber weiterhin eine stabilisierende Wirkung auf den Technologiesektor ausübt, selbst in geopolitisch angespannten Phasen.

Nonfarm Payrolls im Fokus der Märkte

Neben den geopolitischen Entwicklungen richtet sich der Blick der Anleger auf die bevorstehenden Daten zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls) für den Monat April. Die Veröffentlichung wird genau beobachtet, um festzustellen, ob die aus dem Iran-Konflikt resultierenden wirtschaftlichen Störungen bereits auf den Arbeitsmarkt und die Neueinstellungen übergegriffen haben.

Die Beschäftigtenzahlen fließen üblicherweise direkt in die Erwartungen für die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve ein. Die April-Daten erscheinen jedoch vor dem Hintergrund einer wachsenden Überzeugung am Markt, dass die Fed die Zinsen für den Rest des Jahres aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten rund um den Iran-Konflikt unverändert lassen wird. Für deutsche Anleger ist dies besonders relevant, da die US-Zinspolitik maßgeblichen Einfluss auf globale Kapitalströme und damit auch auf europäische Märkte hat.

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