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US-Firmen in Europa sehen transatlantische Handelsbeziehungen weitgehend stabil

Ein Jahr nach dem EU-US-Handelsabkommen zeigt eine AmCham-EU-Umfrage deutlich verbesserte Stimmung unter amerikanischen Unternehmen in Europa.

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US-Firmen in Europa sehen transatlantische Handelsbeziehungen weitgehend stabil

Eine Mehrheit der in Europa tätigen US-Unternehmen blickt inzwischen optimistischer auf die transatlantischen Handels- und Investitionsbeziehungen. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Amerikanischen Handelskammer bei der Europäischen Union (AmCham EU) erwarten 51% der befragten Unternehmen für die kommenden zwölf Monate stabile Beziehungen zwischen der EU und den USA. Das stellt eine erhebliche Verbesserung gegenüber früheren Erhebungen dar.

Weitere 21% der Befragten sehen sogar künftige Verbesserungen in den transatlantischen Beziehungen. Lediglich 28% rechnen mit einer Verschlechterung – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früheren Umfragewerten. Die Studie wurde ein Jahr nach dem Abschluss eines Handelsabkommens zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten veröffentlicht.

Dramatischer Stimmungswandel seit Anfang 2025

Der Kontrast zu früheren Erhebungen ist bemerkenswert. Ende September des vergangenen Jahres erwarteten noch rund 46% der befragten Unternehmen eine Verschlechterung der transatlantischen Beziehungen. Noch drastischer war die Stimmung im Januar 2025, als US-Präsident Donald Trump sein Amt antrat: Damals zeigten sich ganze 89% der Befragten pessimistisch. Die aktuelle Umfrage, die vom 6. bis 20. Juli durchgeführt wurde, signalisiert damit einen fundamentalen Stimmungswandel innerhalb weniger Monate.

Die AmCham EU vertritt mehr als 160 Mitgliedsunternehmen, darunter namhafte Konzerne wie Apple, Goldman Sachs und ExxonMobil. Die Organisation gilt als wichtige Stimme amerikanischer Wirtschaftsinteressen gegenüber den europäischen Institutionen in Brüssel und beobachtet die transatlantischen Handelsbeziehungen eng.

Malte Lohan, CEO der AmCham EU, wertete die Ergebnisse als positives Signal. „Die Unternehmen sehen eine stabilere transatlantische Beziehung, die – bislang – die Art von Eskalation vermieden hat, die viele befürchtet hatten", sagte er. Lohan erklärte zudem, die jüngste Umfrage deute darauf hin, dass das Abkommen zwischen der EU und den USA seine Ziele weitgehend erreicht habe.

Europäische Kommission reagiert verhalten auf neue US-Zölle

Trotz der insgesamt verbesserten Stimmung bleibt die Lage nicht ohne Spannungen. In der vergangenen Woche begrüßte die Europäische Kommission neue US-Zölle nach dem Auslaufen eines weltweiten Zolls von 10% lediglich verhalten. Die Kommission erklärte jedoch, das Ergebnis stehe im Einklang mit dem bestehenden Handelsabkommen zwischen der EU und den USA.

Für deutsche Unternehmen und Anleger sind die transatlantischen Handelsbeziehungen von besonderer Bedeutung. Deutschland ist als exportorientierte Volkswirtschaft stark von einem stabilen Zugang zum US-Markt abhängig. Die verbesserte Stimmung unter den in Europa tätigen US-Unternehmen kann als indirektes Signal für eine gewisse Entspannung im transatlantischen Handelsklima gewertet werden – auch wenn ein knappes Drittel der Befragten weiterhin skeptisch bleibt.

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