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US-Erdgaspreise steigen: EIA hebt Prognose nach Wintersturm deutlich an

Rekordentnahmen aus Speichern während Kälteperiode treiben Preise auf 7,72 Dollar pro MMBtu im Januar.

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US-Erdgaspreise steigen: EIA hebt Prognose nach Wintersturm deutlich an

Die US-Energiebehörde Energy Information Administration (EIA) hat ihre kurzfristige Preisprognose für Erdgas um 40 Prozent angehoben. Grund sind die massiven Preissteigerungen im Januar und die historisch hohen Entnahmen aus den Gasspeichern während des Wintersturms Fern. Im Januar erreichten die Erdgaspreise durchschnittlich 7,72 Dollar pro Million British Thermal Units (MMBtu) – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vormonaten.

Das extreme Winterwetter trieb die Heiznachfrage in die Höhe und drosselte gleichzeitig die Produktion. In der Woche zum 30. Januar verzeichnete die EIA den größten wöchentlichen Nettoabzug aus den Gasspeichern seit Beginn der Aufzeichnungen. Die aktualisierte Prognose geht davon aus, dass die US-Erdgasvorräte Ende März bei unter 1,9 Billionen Kubikfuß liegen werden – acht Prozent weniger als zuvor geschätzt.

Produktion soll sich schnell erholen

EIA-Administrator Tristan Abbey zeigte sich zuversichtlich: "Der Wintersturm Fern hat die Erdgasmärkte kurzfristig erheblich unter Druck gesetzt, aber wir gehen davon aus, dass die höheren Preise in naher Zukunft die Bohrtätigkeit verstärken werden." Die erhöhte Produktion im weiteren Jahresverlauf soll helfen, die Speicher wieder aufzufüllen.

Tatsächlich sank die US-Erdgasproduktion von Dezember bis Januar wetterbedingt um drei Prozent. Die EIA rechnet jedoch damit, dass der Großteil der Produktion bereits Anfang Februar wieder hochgefahren wird. Für die zweite Jahreshälfte 2026 prognostiziert die Behörde einen deutlichen Produktionsanstieg, da im Permian-Becken neue Pipeline-Kapazitäten in Betrieb gehen.

Langfristig sinkende Preise erwartet

Interessanterweise hat die EIA ihre längerfristige Prognose trotz des aktuellen Preisanstiegs nach unten korrigiert. Für 2026 werden am wichtigen Handelspunkt Henry Hub durchschnittlich 4,30 Dollar pro MMBtu erwartet, für 2027 dann 4,40 Dollar – jeweils fünf Prozent weniger als in der Januar-Prognose. Die Produzenten dürften mit verstärkten Bohraktivitäten auf die aktuell höheren Preise reagieren, was das Angebot mittelfristig ausweitet.

Auch andere Energiesektoren betroffen

Die Kältewelle wirkte sich auch auf andere Energiemärkte aus. Rohöl der Sorte Brent kostete im Januar durchschnittlich 67 Dollar pro Barrel – der höchste Stand seit September 2025. Allerdings rechnet die EIA hier mit sinkenden Preisen auf 58 Dollar im Jahr 2026 und 53 Dollar im Jahr 2027, da die weltweite Produktion die Nachfrage übersteigen dürfte.

Besonders profitierte die Kohleindustrie von der Extremwetterlage. Der US-Kohleverbrauch erreichte im Januar 43 Millionen Short Tons und lag damit zehn Prozent höher als zuvor geschätzt. Kohlekraftwerke steigerten ihre Stromerzeugung während der Kältewelle deutlich. Der US-Stromverbrauch kletterte von Dezember bis Januar um sieben Prozent.

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