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US-Energieminister: Erderwärmung „keine große Sache" trotz Hitzewelle

Während die USA von einem gefährlichen Hitzenotstand heimgesucht werden, verharmlost Trumps Energieminister Chris Wright den Klimawandel öffentlich.

US-Energieminister: Erderwärmung „keine große Sache" trotz Hitzewelle

US-Energieminister Chris Wright hat die Erderwärmung als „so etwas wie eine unbedeutende Angelegenheit" bezeichnet – und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die amerikanische Bevölkerung vor einer gefährlichen Rekordhitzewelle gewarnt wird. Die Bundesbehörden raten den Menschen, das Wochenende rund um den 4. Juli in Innenräumen zu verbringen, da die Temperaturen in vielen Regionen des Landes dreistellige Werte erreichen könnten.

Wright, der vor seiner Ernennung durch Präsident Donald Trump als Öl- und Gas-Unternehmer tätig war, machte seine Aussagen im Mai während eines Vortrags am libertären Cato Institute in Washington. Die Äußerungen stehen in deutlichem Widerspruch zu den Warnungen staatlicher Wissenschaftler, die die Bevölkerung eindringlich auffordern, sich vor der anhaltenden Hitzegefahr zu schützen.

Staatliche Wissenschaftler schlagen Alarm

Bundesbehörden und staatliche Wissenschaftler warnen die US-Bevölkerung, dieses Wochenende Schutz in Innenräumen zu suchen. Die Temperaturen könnten in zahlreichen Gebieten der Vereinigten Staaten dreistellige Werte erreichen – das entspricht nach der in den USA gebräuchlichen Fahrenheit-Skala Temperaturen von über 37 Grad Celsius. Solche Extremhitzeereignisse gelten als unmittelbare Gefahr für die öffentliche Gesundheit, insbesondere für ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen.

Der Kontrast zwischen den Aussagen des Energieministers und der aktuellen Wetterlage ist für viele Beobachter frappierend. Wright steht als ehemaliger Öl- und Gas-Tycoon sinnbildlich für die Energiepolitik der Trump-Administration, die auf eine Ausweitung fossiler Brennstoffe setzt und klimapolitische Maßnahmen zurückfährt.

Klimapolitik unter Trump

Die Trump-Administration hat seit ihrem Amtsantritt eine deutlich andere Richtung in der Klimapolitik eingeschlagen als ihre Vorgänger. Die Berufung von Chris Wright, einem Mann aus der fossilen Energiebranche, an die Spitze des Energieministeriums gilt als klares Signal dieser politischen Ausrichtung. Wrights Aussagen beim Cato Institute – einem Institut, das für seine marktliberalen und regulierungskritischen Positionen bekannt ist – passen in dieses Bild.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist diese Entwicklung von Bedeutung, da die US-Klimapolitik globale Auswirkungen auf Energiemärkte, CO₂-Preise und die internationale Klimadiplomatie hat. Eine Verharmlosung des Klimawandels durch hochrangige US-Regierungsvertreter kann Investitionsentscheidungen im Bereich erneuerbarer Energien und fossiler Brennstoffe weltweit beeinflussen.

Die Diskrepanz zwischen den Aussagen des Energieministers und der aktuellen Hitzesituation in den USA dürfte die politische Debatte über Klimaschutz und Energiepolitik in den Vereinigten Staaten weiter anheizen. Staatliche Wissenschaftler bleiben bei ihrer Einschätzung: Die aktuelle Hitzewelle ist gefährlich – und die Bevölkerung soll sich entsprechend schützen.

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