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US-Einzelhandel 2026: Dollar General und Aldi führen Expansionswelle an

Niedrigpreisanbieter dominieren Filialeröffnungen, während GameStop und Walgreens massiv Standorte schließen

US-Einzelhandel 2026: Dollar General und Aldi führen Expansionswelle an

Der US-Einzelhandel steht 2026 vor einer deutlichen Trendwende: Erstmals seit drei Jahren sinkt die Zahl der Filialschließungen spürbar, während gleichzeitig mehr neue Standorte eröffnet werden. Laut einer aktuellen Analyse von Coresight Research werden amerikanische Einzelhändler in diesem Jahr rund 7.900 Filialen schließen – ein Rückgang von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig plant die Branche etwa 5.500 Neueröffnungen, was einer Steigerung von 4,4 Prozent entspricht.

Die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung sind Niedrigpreisanbieter, die einen immer größeren Anteil der Konsumausgaben auf sich ziehen. Dollar General führt die Liste der Expansionspläne an, gefolgt von der deutschen Discounterkette Aldi und dem Landwirtschafts- und Heimwerkerspezialisten Tractor Supply. Diese Händler profitieren von der anhaltenden Nachfrage nach günstigen Einkaufsmöglichkeiten in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.

Auf der Gegenseite stehen traditionelle Einzelhändler unter massivem Druck. GameStop, die Modekette Francesca's und die Drogeriekette Walgreens führen die Schließungsliste an. Besonders Kaufhäuser und klassische Einzelhändler reduzieren kontinuierlich ihre Filialnetze, da sie mit dem veränderten Konsumverhalten und dem wachsenden Online-Handel kämpfen.

Gewinner und Verlierer im Strukturwandel

Die Daten von Coresight Research zeigen mehrere klare Trends im amerikanischen Einzelhandel. Neben den Discountern expandieren auch Lagerhausclubs wie Costco und Off-Price-Ketten weiter. Diese Formate sprechen preisbewusste Konsumenten an und bieten gleichzeitig ein Einkaufserlebnis, das schwer online zu replizieren ist.

Erfolgreiche Einkaufszentrums-Händler wie Abercrombie & Fitch und Gap verdrängen zunehmend kleinere Spezialanbieter für Bekleidung. Diese etablierten Marken haben ihre Geschäftsmodelle erfolgreich modernisiert und kombinieren stationären Handel mit starken Online-Präsenzen. Kleinere Modeketten ohne diese Ressourcen geraten dagegen ins Hintertreffen.

Bedeutung für deutsche Investoren

Für deutsche Anleger, die in US-Einzelhandelsaktien investiert sind oder dies planen, liefern diese Zahlen wichtige Hinweise. Die niedrigste Zahl an Filialschließungen seit drei Jahren deutet auf eine gewisse Stabilisierung der Branche hin. Gleichzeitig zeigt die klare Zweiteilung des Marktes, dass nicht alle Einzelhändler gleichermaßen profitieren werden.

Besonders interessant ist die Expansion von Aldi in den USA – ein deutscher Konzern, der dort mittlerweile zu den Wachstumstreibern zählt. Die Strategie des Discounters, mit niedrigen Preisen und effizienten Abläufen zu punkten, scheint im amerikanischen Markt aufzugehen. Dies könnte auch anderen europäischen Einzelhändlern den Weg weisen.

Die ersten Wochen des Jahres 2026 haben bereits bedeutende Ankündigungen von Filialschließungen gebracht, wie Coresight Research berichtet. Analysten erwarten, dass sich die Konsolidierung im Einzelhandel fortsetzen wird, wobei starke Marken mit klaren Preispositionierungen die Gewinner sein werden.

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