US-Dollar verbucht größten Monatsgewinn seit Juli 2024
Der Nahost-Krieg treibt Anleger in den sicheren Hafen Dollar – auf Kosten fast aller anderen Anlageklassen.

Der US-Dollar steuert auf seinen stärksten Monatsabschluss seit Juli zu. Als klassischer sicherer Hafen profitiert die amerikanische Währung vom eskalierenden Krieg im Nahen Osten, der die Ölpreise nach oben treibt und gleichzeitig das Rezessionsrisiko weltweit erhöht. Anleger flüchten in Scharen aus risikobehafteten Investments.
Die Entwicklung belastet nahezu alle anderen Anlageklassen erheblich. Aktien, Rohstoffe und Schwellenländerwährungen stehen unter Druck, während der Greenback seinen Aufwärtstrend beibehält. Für deutsche Investoren bedeutet dies einen stärkeren Dollar gegenüber dem Euro – was Importe aus den USA verteuert.
Trumps möglicher Kurswechsel bewegt Ölmärkte
Etwas Entspannung signalisierte am Dienstag ein Bericht des Wall Street Journal: US-Präsident Donald Trump soll bereit sein, die Angriffe auf den Iran zu beenden, ohne eine Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu erzwingen. Die Meerenge am Persischen Golf ist eine der bedeutendsten Energieversorgungsrouten der Welt.
Diese Meldung, die sich auf ungenannte Regierungsvertreter stützt, ließ die Rohölpreise im asiatischen Handel leicht nachgeben. Der Dollar zeigte sich von der Nachricht jedoch weitgehend unbeeindruckt und behauptete seine Gewinne. Marktteilnehmer warten offenbar auf konkrete diplomatische Schritte, bevor sie ihre Positionen neu ausrichten.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger bleibt die Lage angespannt: Höhere Ölpreise belasten die exportorientierte Wirtschaft Deutschlands und schüren Inflationssorgen. Gleichzeitig macht ein starker Dollar europäische Waren auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger – ein zweischneidiges Schwert für den Standort Deutschland.

