US-Dollar steigt: Nahostkonflikt treibt Anleger in sichere Häfen
Der Iran-Konflikt befeuert die Nachfrage nach dem US-Dollar – auf Kosten von Euro, Yen und Pfund.

Der US-Dollar profitiert vom eskalierenden Nahostkonflikt und der damit verbundenen Risikoaversion an den Devisenmärkten. Anleger flüchten in den Greenback als klassische Sicherheitswährung, während der Ölpreis durch die geopolitischen Spannungen nach oben getrieben wird. Euro und japanischer Yen geraten dabei unter erheblichen Druck.
Besonders auffällig ist die Entwicklung beim Yen: Der Dollar notiert aktuell bei rund 159,4 Yen – ein Niveau, das die japanische Währung auf den niedrigsten Schlussstand seit Juli 2024 zusteuern lässt. Damals hatte die japanische Regierung mit massiven Deviseninterventionen eingegriffen, um den Yen zu stützen. In sechs der vergangenen sieben Handelssitzungen legte der Dollar gegenüber dem Yen zu.
Pfund unter Druck durch schwache Konjunkturdaten
Auch das britische Pfund steht unter Druck. Der Dollar verteuerte sich gegenüber dem Pfund um 0,6 Prozent, nachdem neue Daten zeigten, dass das britische Wirtschaftswachstum im Januar stagnierte. Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und schwachen Konjunktursignalen aus Großbritannien belastet das Pfund zusätzlich.
Für deutsche Anleger und Unternehmen mit internationalen Geschäftsbeziehungen ist die Dollar-Stärke ein relevanter Faktor. Ein starker Dollar verteuert US-Importe und belastet exportorientierte Unternehmen im Euroraum. Gleichzeitig profitieren Anleger, die in US-Vermögenswerte investiert sind, von Währungsgewinnen.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDie Devisenmärkte bleiben angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten volatil. Beobachter achten besonders darauf, ob Japan erneut interveniert, sollte der Yen weiter nachgeben. Die Marke von 160 Yen pro Dollar gilt dabei als psychologisch wichtige Schwelle.


