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US-Dollar steigt: Iran-Spannungen belasten asiatische Währungen

Eskalierende Konflikte zwischen den USA und dem Iran treiben Anleger in sichere Häfen und schwächen Regionalwährungen in Asien.

US-Dollar steigt: Iran-Spannungen belasten asiatische Währungen

Die meisten asiatischen Währungen haben am Montag nachgegeben, während der US-Dollar von einer verstärkten Nachfrage nach sicheren Häfen profitierte. Auslöser waren die über das Wochenende sprunghaft gestiegenen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Besonders brisant: Ein fragiler Waffenstillstand zwischen beiden Ländern soll noch in dieser Woche auslaufen.

Der Dollar-Index sowie die Dollar-Index-Futures legten im asiatischen Handel jeweils um rund 0,2 Prozent zu. Damit erholte sich die US-Währung von den deutlichen Verlusten der vergangenen zwei Wochen. Die Verluste der asiatischen Regionalwährungen hielten sich jedoch in Grenzen, da Anleger darauf spekulierten, dass die USA von härteren Maßnahmen gegen den Iran absehen könnten – ein Muster, das bei Präsident Donald Trump seit Beginn des Konflikts bereits mehrfach zu beobachten war.

Beschossenes Schiff und blockierte Meerenge

Die Spannungen eskalierten, nachdem Trump erklärte, die USA hätten ein iranisches Schiff beschossen und beschlagnahmt, das versucht habe, eine Seeblockade zu durchbrechen. Teheran verurteilte diesen Schritt scharf und warf den USA vor, den Waffenstillstand gebrochen zu haben. Darüber hinaus blockierte der Iran die strategisch bedeutsame Straße von Hormus erneut, nachdem die Passage Ende der Vorwoche kurzzeitig wieder freigegeben worden war.

Die Straße von Hormus gilt als einer der wichtigsten Energiekorridore der Welt. Eine Blockade dieser Meerenge hat unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Öllieferungen und sorgt regelmäßig für Nervosität an den Finanzmärkten. Trump kündigte an, dass in den kommenden Tagen weitere Gespräche mit dem Iran in Pakistan stattfinden sollen. Iranische Medien berichteten jedoch, dass Teheran sich zu keinem Dialog verpflichtet habe – widersprüchliche Signale, die die Unsicherheit an den Märkten weiter schüren.

Chinesischer Yuan und japanischer Yen im Fokus

Das Währungspaar USD/CNY des chinesischen Yuan bewegte sich am Montag kaum, nachdem die People's Bank of China (PBOC) ihren Referenzzins für Kredite – die sogenannte Loan Prime Rate – unverändert auf Rekordtiefs belassen hatte. Das Paar notierte dennoch weiterhin nahe seinem niedrigsten Stand seit drei Jahren, gestützt durch eine Reihe starker Fixing-Kurse der chinesischen Zentralbank.

Der japanische Yen verlor ebenfalls an Boden: Das Paar USD/JPY stieg um 0,2 Prozent. Im weiteren Wochenverlauf werden Daten zum japanischen Handel sowie zum Verbraucherpreisindex erwartet, die neue Impulse für die Währung liefern könnten. Der australische Dollar fiel um 0,2 Prozent gegenüber dem US-Dollar und zog sich damit von einem fast zweijährigen Hoch zurück. Wetten auf weitere Zinserhöhungen durch die Reserve Bank of Australia hatten dem „Aussie" in den vergangenen Wochen erheblichen Auftrieb verliehen.

Weitere asiatische Währungen unter Druck

Auch andere Währungen der Region gerieten unter Druck. Der südkoreanische Won schwächte sich spürbar ab: Das Paar USD/KRW legte um 0,6 Prozent zu und verzeichnete damit den stärksten Rückgang unter den asiatischen Währungen. Der Singapur-Dollar verlor 0,2 Prozent gegenüber dem US-Dollar. Die indische Rupie stieg im Paar USD/INR um 0,1 Prozent, blieb jedoch deutlich unter den Rekordhochs, die Anfang des Monats erreicht worden waren.

Neben dem Iran-Konflikt richten die Anleger ihren Blick bereits auf die am Dienstag anstehenden US-Einzelhandelsumsätze. Diese Daten gelten als wichtiger Indikator für die Konsumstärke der amerikanischen Wirtschaft und könnten dem Markt neue Richtungsimpulse geben. Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und bedeutenden Wirtschaftsdaten dürfte die Volatilität an den Devisenmärkten in den kommenden Tagen erhöht halten.

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