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US-Dollar stark vor Fed-Entscheidung – Zinserhöhung möglich

Der Dollar hält sich nahe einem Einmonatshoch, während Anleger gespannt auf die Fed-Zinsentscheidung warten.

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US-Dollar stark vor Fed-Entscheidung – Zinserhöhung möglich

Der US-Dollar zeigte sich am Mittwoch robust und notierte nahe seinem höchsten Stand seit vier Wochen. Der Dollar-Index bewegte sich bei rund 101,20 Punkten, ein leichtes Minus von 0,06%. Im Mittelpunkt des Marktgeschehens steht die zweitägige geldpolitische Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve, deren Ergebnis im späteren Tagesverlauf erwartet wird.

Die Devisenmärkte zeigten sich insgesamt verhalten. Der Handel bei den wichtigsten Währungspaaren war durch eine vorsichtige Seitwärtsbewegung geprägt, da sich Anleger vor der richtungsweisenden Entscheidung der Fed zurückhielten. Die Märkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 36% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein.

Geopolitische Spannungen treiben Ölpreise

Ein wesentlicher Faktor für die Dollarkurs-Stärke sind die erneuten Spannungen im Nahen Osten. Gemeinsame Luftangriffe der USA und Saudi-Arabiens auf vom Iran unterstützte Gruppen im Irak sowie darauffolgende iranische Raketenstarts ließen die Rohölpreise um über 3% ansteigen. Dies schürt Sorgen vor einer erneuten energiegetriebenen Inflation – ein Szenario, das die Arbeit der Notenbanken weltweit erschwert.

Der Euro legte leicht zu und notierte bei rund 1,139 US-Dollar, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung von einem Einmonatstief abgeprallt war. Das Britische Pfund zeigte sich ähnlich verhalten und bewegte sich nahe seinem niedrigsten Stand seit Anfang Juli – auch hier im Vorfeld einer wichtigen Zinsentscheidung, diesmal der Bank of England.

Analysten uneins über Fed-Kurs

Philip Wee, Senior FX Strategist bei DBS, brachte die Unsicherheit am Markt auf den Punkt: „Die Märkte sind weiterhin uneins darüber, ob Fed-Chef Kevin Warsh die jüngste Dollar-Stärke bestätigen wird, nachdem Anleger Long-Positionen im Dollar aufgebaut haben, in der Erwartung, dass höhere Ölpreise die Inflation auf einem erhöhten Niveau halten könnten."

Wee warnte zugleich vor einem möglichen Rückschlag: „Es besteht jedoch das Risiko, dass diese Positionen aufgelöst werden, falls die Fed keine ausreichend restriktive Botschaft vermittelt oder keine weitere Zinserhöhung im September signalisiert." Damit steht nicht nur die heutige Entscheidung im Fokus, sondern auch die Signalwirkung für die kommenden Monate.

Blick auf Bank of England und Bank of Japan

Nach der Fed-Entscheidung wird sich der Fokus an den europäischen Devisenpulten rasch verlagern. Sowohl die Bank of England als auch die Bank of Japan werden im weiteren Wochenverlauf Aktualisierungen ihrer Geldpolitik vorlegen. Für deutsche Anleger und Exporteure ist dabei insbesondere die Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses von Bedeutung, da ein starker Dollar die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen auf dem US-Markt beeinflusst.

Die Kombination aus geopolitischen Risiken, steigenden Energiepreisen und geldpolitischer Unsicherheit sorgt damit für ein angespanntes Umfeld an den globalen Devisenmärkten – mit der Fed als zentralem Taktgeber der kommenden Handelstage.

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