ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

US-Dollar stabil vor Fed-Entscheidung und Nahost-Spannungen

Der Dollar hält sich nahe eines Einmonatshochs – gestützt durch sichere-Hafen-Zuflüsse und geopolitische Unsicherheiten im Nahen Osten.

US-Dollar stabil vor Fed-Entscheidung und Nahost-Spannungen

Der US-Dollar behauptete sich am Mittwoch nahe eines Einmonatshochs. Sichere-Hafen-Zuflüsse infolge erneut aufgeflammter Feindseligkeiten im Nahen Osten stützten die amerikanische Währung. Gleichzeitig hielten sich die Marktteilnehmer vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve zurück.

Die Bewegungen am Devisenmarkt blieben im frühen asiatischen Handel weitgehend verhalten. Anleger warteten die Entscheidung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve (FOMC) ab, bevor sie größere Positionen eingingen. Die Märkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 33 Prozent für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein.

Nahost-Konflikt befeuert Inflationssorgen

Zusätzlichen Auftrieb erhielt der Dollar durch steigende Ölpreise. Auslöser war eine Meldung des US-Militärs, wonach es mehrere von Iran auf US-Streitkräfte im Nahen Osten abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen habe. Die damit verbundenen Inflationssorgen verstärken die Unsicherheit an den Devisenmärkten weiter.

Fabien Yip, Marktanalyst bei IG, erwartet, dass die Fed die Zinssätze am Mittwoch unverändert lassen wird. „Ich denke weiterhin, dass die Fed mehr Anhaltspunkte dafür benötigt, wie lange das Inflationsrisiko anhalten wird", sagte Yip. Er ergänzte: „Der US-Dollar wird aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten im Nahen Osten relativ stark bleiben. Gleichzeitig sieht es bei einem Blick auf die Zentralbankpolitik danach aus, als befänden sich die USA in einer besseren Position, um im Vergleich zu anderen Notenbanken einen restriktiven Kurs beizubehalten."

Euro und Pfund unter Druck

Die anhaltende Dollastärke hinterließ deutliche Spuren bei anderen wichtigen Währungen. Der Euro verharrte nahe eines Einmonatstiefs bei 1,1386 Dollar und hatte im bisherigen Monatsverlauf bereits 0,3 Prozent an Wert verloren. Das britische Pfund verlor 0,06 Prozent auf 1,3282 Dollar und notierte damit nahe seinem schwächsten Stand seit dem 1. Juli.

Der Dollar-Index, der den Greenback gegenüber einem Korb anderer Währungen misst, hielt sich fest bei 101,43. Gegenüber dem japanischen Yen legte der Dollar leicht auf 163,88 zu und hielt damit den Druck auf die geschwächte japanische Währung aufrecht, die weiterhin mit 40-Jahres-Tiefs zu kämpfen hat.

Interventionsrisiko beim Yen steigt

Hirofumi Suzuki, Chef-Devisenstratege bei SMBC, sieht die Möglichkeit einer weiteren Dollarbewegung nach oben. „Es besteht die Möglichkeit, dass die geldpolitische Entscheidung des FOMC und die Pressekonferenz des Vorsitzenden eine weitere Stärkung des Dollars auslösen und USD/JPY auf 164 treiben könnten", sagte Suzuki. Er wies zudem auf ein erhöhtes Interventionsrisiko hin: „Die Wahrscheinlichkeit einer Devisenmarktintervention erscheint signifikant, da die japanischen Finanzbehörden ihre Warnungen verschärft haben."

Suzuki ergänzte, dass eine weitere Yen-Abwertung nach der geldpolitischen Sitzung der Bank of Japan (BOJ) den Auslöser für eine Intervention bilden könnte. Japan hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach am Devisenmarkt interveniert, um den Yen zu stützen – ein Schritt, der stets für erhebliche Marktbewegungen sorgte.

Bei den übrigen Währungen zeigte sich der Australische Dollar bei 0,6973 Dollar kaum verändert, im Vorfeld der Veröffentlichung inländischer Inflationsdaten. Der Neuseeland-Dollar fiel um 0,09 Prozent auf 0,5782 Dollar.

Us-DollarFederal ReserveFomc ZinsentscheidungDevisenmarktJapanischer YenEuro DollarNahost Konflikt

Disclaimer