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US-Dollar stabil vor Fed-Entscheid – Australischer Dollar schwächelt

Der Dollar hält sich vor der Fed-Sitzung stabil, während der Aussie nach schwachen Inflationsdaten und der Iran-Krise nachgibt.

US-Dollar stabil vor Fed-Entscheid – Australischer Dollar schwächelt

Der US-Dollar hat sich am Mittwoch im asiatischen Handel stabilisiert und einen Teil seiner jüngsten Gewinne behauptet. Im Mittelpunkt des Marktgeschehens steht die zweitägige Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve, deren Ergebnis noch am späten Mittwochabend erwartet wird. Sowohl der Dollar-Index als auch die Dollar-Index-Futures zeigten sich im asiatischen Handel wenig verändert.

Der Australische Dollar gab derweil um 0,25 Prozent nach. Auslöser waren die Verbraucherpreisindex-Daten für März und das erste Quartal, die etwas unter den Markterwartungen lagen. Die Daten zeigten jedoch weiterhin einen deutlichen Inflationsanstieg, der hauptsächlich auf höhere Treibstoffkosten infolge des Krieges zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen ist.

Fed-Sitzung im Fokus – Powells letzte Runde

Es wird allgemein erwartet, dass die Federal Reserve die Zinssätze auf ihrer aktuellen Sitzung unverändert lässt. Der Marktfokus richtet sich daher vollständig auf den geldpolitischen Ausblick der Notenbank – insbesondere auf ihre Einschätzung zu Inflation und künftigen Zinsentscheidungen. Andere Zentralbanken haben zuletzt mit restriktiven, sogenannten „hawkishen" Signalen auf die inflationären Auswirkungen des Iran-Krieges reagiert.

Die aktuelle Sitzung dürfte zugleich historische Bedeutung haben: Sie wird voraussichtlich die letzte unter Fed-Chef Jerome Powell sein, dessen Amtszeit am 15. Mai endet. Als sein Nachfolger ist Kevin Warsh nominiert. Eine wichtige Hürde für dessen Ernennung wurde zuletzt überwunden, nachdem der republikanische Senator Thom Tillis seinen Widerstand aufgegeben hatte – der Weg für eine Abstimmung im Kongress ist damit frei.

Australische Inflation: Unter Erwartungen, aber weiter erhöht

Trotz der schwächer als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten aus Australien bleibt der Druck auf die Reserve Bank of Australia (RBA) bestehen. Die Kerninflation lag zwar leicht unter den Prognosen, blieb aber stabil und oberhalb des jährlichen Zielkorridors der RBA von 2 bis 3 Prozent. Die Zentralbank hatte die Zinsen im Jahr 2026 bereits um insgesamt 50 Basispunkte angehoben und vor weiteren Schritten gewarnt.

Die Analysten der australischen Großbank ANZ bekräftigten trotz der schwächeren VPI-Daten ihre Erwartung einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die RBA bei ihrer Sitzung im Mai. Die Inflationsdaten zeigten demnach keinen so starken Anstieg, wie von den Märkten befürchtet – deuteten aber dennoch auf weiteren geldpolitischen Handlungsbedarf hin.

Asiatische Währungen unter Druck – Iran-Konflikt belastet

Die breiteren asiatischen Währungen gaben am Mittwoch überwiegend nach. Die Risikobereitschaft der Anleger blieb angesichts der anhaltenden Sackgasse im Krieg zwischen den USA und dem Iran gedämpft. Berichten zufolge wies US-Präsident Donald Trump seine Berater an, sich auf eine längere Blockade in der Straße von Hormus vorzubereiten – ein Signal, das wenig unmittelbare Entlastung für die Märkte verspricht.

Ein Feiertag in Japan hielt die regionalen Handelsvolumina zusätzlich niedrig. Das Währungspaar USD/JPY stieg leicht an und notierte nahe der Marke von 160 Yen – trotz des restriktiven Tons, den die Bank of Japan am Dienstag bei ihrer Zinsentscheidung angeschlagen hatte. Das Paar USD/KRW legte um 0,3 Prozent zu, während USD/CNY unverändert notierte.

Das Paar USD/INR stieg ebenfalls um 0,3 Prozent und näherte sich einem Ausbruch über die Marke von 95 Rupien. Händler blieben dabei vorsichtig und rechneten mit möglichen Interventionen der Reserve Bank of India. USD/SGD notierte flach, USD/TWD stieg um 0,1 Prozent. In den kommenden Tagen werden zudem die chinesischen Einkaufsmanagerindex-Daten für April erwartet, die weitere Impulse für die Märkte liefern könnten.

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