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US-Dollar schwächer: Grönland-Streit belastet Greenback

Der US-Dollar geriet am Montag unter Druck, nachdem Präsident Trump Strafzölle gegen europäische Länder wegen Grönland androhte. Investoren suchen Sicherheit in anderen Währungen.

US-Dollar schwächer: Grönland-Streit belastet Greenback

Der US-Dollar Index, der den Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, fiel am Montag um 0,2 Prozent auf 99,050 Punkte. Auslöser war die jüngste Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland.

Massive Zolldrohungen gegen Europa

Trump kündigte am Wochenende an, ab dem 1. Februar einen zusätzlichen Importzoll von 10 Prozent auf Waren aus acht europäischen Ländern zu erheben – darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die skandinavischen Staaten. Die Zölle sollen im Juni auf 25 Prozent steigen, falls keine Einigung erzielt wird, die den USA Zugriff auf Grönland ermöglicht. Das halbautonome Gebiet gehört zu Dänemark.

EU plant Gegenzölle

Laut Medienberichten könnte die Europäische Union mit einem Vergeltungspaket im Wert von 93 Milliarden Euro reagieren. Dies würde die Spannungen erheblich verschärfen und einen umfassenden transatlantischen Handelsstreit auslösen. Analysten der ING warnen jedoch, es sei "noch etwas zu früh, um das 'Sell America'-Thema wieder zu entstauben".

Euro und Pfund profitieren

Der Euro legte um 0,3 Prozent auf 1,1630 Dollar zu und profitierte von den erhöhten politischen Risikoprämien auf den Dollar. Das britische Pfund stieg leicht um 0,2 Prozent auf 1,3403 Dollar. Investoren bleiben jedoch vorsichtig, da solche Drohungen oft als Verhandlungstaktik dienen, bevor die Diplomatie greift.

Inflationsdaten im Fokus

Für die Eurozone wird heute die Bestätigung der Dezember-Inflationsrate von 2,0 Prozent erwartet – erstmals seit Mitte 2025 würde damit das EZB-Ziel erreicht. Die Europäische Zentralbank hatte ihren Zinssenkungszyklus im Juni beendet und signalisiert, keine Eile bei weiteren Änderungen zu haben. Die ING sieht wichtige Widerstände für den Euro bei 1,1650 und 1,1700 Dollar.

Yen als sicherer Hafen gefragt

Der japanische Yen profitierte ebenfalls von der globalen Handelsunsicherheit. Das Währungspaar USD/JPY rutschte leicht auf 158,05 ab. Investoren flüchteten in sichere Häfen, während die politischen Entwicklungen in Japan weiter beobachtet werden.

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