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US-Dollar-Nachfrage erreicht höchsten Stand seit April 2025

Geldmärkte signalisieren massive Nachfrage nach US-Dollar – Cross-Currency-Swaps fallen auf Mehrmonatstief.

Die Nachfrage nach US-Dollar aus dem Ausland hat ein Niveau erreicht, das zuletzt im April 2025 verzeichnet wurde. Dreimonatige Cross-Currency-Basis-Swaps für den Euro sanken laut LSEG-Daten auf minus 0,625 Prozent – nachdem sie am späten Montag noch bei rund minus 6,4 Prozent lagen. Dieser Derivatemarkt gilt als verlässlicher Indikator für die relative Dollar-Nachfrage gegenüber anderen Währungen.

Je tiefer dieser Swap-Satz fällt, desto stärker ist der Wunsch internationaler Investoren, US-Dollar statt Euro zu halten. Am 7. April hatte der Wert sogar ein Tief von minus 6,625 Prozent markiert – ein deutliches Zeichen für den damaligen Nachfrageschub. Aktuell zeigt die Entspannung auf minus 0,625 Prozent, dass sich die Dollar-Nachfrage zwar abschwächt, aber immer noch erhöht bleibt.

Geopolitischer Schock drückt Euro unter Druck

Seit dem von den USA und Israel geführten Angriff auf den Iran am 28. Februar hat der Euro rund 1,5 Prozent gegenüber dem US-Dollar verloren. Das geopolitische Ereignis hat die Finanzmärkte weltweit erschüttert und eine Flucht in sogenannte sichere Häfen ausgelöst. Der US-Dollar profitiert traditionell in Krisenzeiten von seiner Rolle als globale Leitwährung.

Besonders auffällig ist der starke Anstieg der Öl- und Erdgaspreise in Folge des Konflikts, der die Volatilität an den breiteren Märkten deutlich erhöht hat. Dennoch blieben die Devisenmärkte bislang vergleichsweise ruhig. Für deutsche Anleger mit US-Dollar-Engagements bedeutet die Euro-Schwäche kurzfristig Währungsgewinne, erhöht aber auch das Absicherungsrisiko.

Der Cross-Currency-Basis-Swap ist für viele institutionelle Investoren und Unternehmen ein wichtiges Instrument zur Währungsabsicherung. Steigt die Dollar-Nachfrage, verteuert sich die Absicherung von Euro-Positionen in Dollar – ein Kostenfaktor, der vor allem für exportorientierte deutsche Unternehmen relevant ist. Analysten beobachten den Markt weiterhin genau, da neue geopolitische Entwicklungen die Volatilität jederzeit wieder anheizen könnten.

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