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US-Dollar legt zu: Märkte warten auf Fed-Chef Warsh

Der Dollar gewinnt gegenüber allen G10-Währungen, während Wetten auf Zinserhöhungen zunehmen und der Yen auf ein 40-Jahres-Tief fällt.

US-Dollar legt zu: Märkte warten auf Fed-Chef Warsh

Der US-Dollar hat gegenüber allen anderen G10-Währungen zugelegt. Händler positionierten sich vor wichtigen Reden mehrerer Notenbanker, darunter Fed-Vorsitzender Kevin Warsh. Im Hintergrund nehmen die Wetten auf eine Zinserhöhung spürbar zu.

Der Bloomberg Dollar Spot Index stieg um 0,1 Prozent. Damit baute er auf den Gewinnen des vergangenen Quartals auf, in dem der Index bereits um 0,6 Prozent zugelegt hatte. Die Erwartung einer strafferen Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve verleiht dem Greenback weiterhin Rückenwind.

Yen auf 40-Jahres-Tief

Besonders deutlich zeigt sich die Dollar-Stärke gegenüber dem japanischen Yen. Die japanische Währung schwächte sich um 0,1 Prozent auf 162,71 Yen je Dollar ab. Damit bewegt sich der Yen in der Nähe eines 40-Jahres-Tiefs, das er in dieser Woche markiert hatte – ein Niveau, das zuletzt in den 1980er-Jahren erreicht wurde.

Für japanische Verbraucher und Importeure bedeutet die anhaltende Yen-Schwäche steigende Kosten für eingeführte Waren, insbesondere Energie und Lebensmittel. Die Bank of Japan steht damit weiterhin unter Druck, ihre ultralockere Geldpolitik zu überdenken.

Südkoreanischer Won auf Finanzkrisenniveau

Auch der südkoreanische Won geriet unter erheblichen Druck. Die Währung rutschte auf ihren schwächsten Stand seit der globalen Finanzkrise ab. Als Belastungsfaktor gelten unter anderem Verkäufe lokaler Aktien durch ausländische Investoren, die Kapital aus dem südkoreanischen Markt abziehen.

Der Rückzug ausländischer Investoren aus Schwellenmärkten ist ein typisches Muster in Phasen steigender US-Zinsen. Ein stärkerer Dollar macht Anlagen in den USA attraktiver und erhöht gleichzeitig den Schuldendienst für Länder, die in Dollar verschuldet sind.

Goldpreis gibt nach

Parallel zur Dollar-Stärke gab der Goldpreis nach. Gold und der Dollar entwickeln sich traditionell gegenläufig, da das Edelmetall in US-Dollar notiert und bei einem stärkeren Dollar für Käufer aus anderen Währungsräumen teurer wird.

Die Märkte richten ihren Blick nun auf die anstehenden Reden der Notenbanker. Insbesondere die Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh dürften weitere Hinweise auf den künftigen Zinskurs der US-Notenbank liefern. Anleger weltweit werden die Signale genau analysieren, um ihre Positionen entsprechend anzupassen.

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