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US-Dollar erholt sich – Japanischer Yen bleibt unter Interventionsdruck

Der Greenback festigt sich nach Wochenverlusten, während der Yen nahe 30-Jahres-Tiefs verharrt und Interventionsrisiken steigen.

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US-Dollar erholt sich – Japanischer Yen bleibt unter Interventionsdruck

Der US-Dollar hat sich am Montag von seinen Verlusten der Vorwoche erholt. Der Dollar-Index stieg um knapp 0,2 Prozent, nachdem er in der vergangenen Woche um 0,5 Prozent nachgegeben hatte. Hauptauslöser für den jüngsten Rückgang waren schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls) für Juni, die Zweifel daran aufwarfen, wie viel Spielraum die US-Notenbank Federal Reserve noch für weitere Zinserhöhungen besitzt.

Dennoch blieben die Verluste des Dollars begrenzt. Die anhaltende Unsicherheit über den künftigen Zinskurs der Fed stützte den Greenback, zumal die Juni-Sitzung der Zentralbank gezeigt hatte, dass sich die Entscheidungsträger angesichts hartnäckiger Inflation zunehmend für höhere Zinsen aussprachen. Euro und Britisches Pfund gaben im frühen Handel jeweils um 0,1 Prozent nach.

Fed-Protokoll im Fokus der Märkte

Im Mittelpunkt des Marktinteresses steht in dieser Woche das Protokoll der Juni-Sitzung der Federal Reserve. Anleger erhoffen sich darin weitere Hinweise auf den künftigen Zinspfad. Allerdings bleibt unklar, wie aufschlussreich das Dokument sein wird: Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh hat eine grundlegende Überarbeitung der Kommunikation der Zentralbank mit der Öffentlichkeit gefordert, was die Interpretation der Protokolle erschwert.

Das Thema Zinsen bleibt für die Devisenmärkte das beherrschende Thema. Höhere US-Zinsen stärken den Dollar, da sie internationale Kapitalflüsse in den amerikanischen Markt anziehen. Für deutsche und europäische Anleger ist die Fed-Politik daher ein zentraler Faktor bei der Einschätzung von Währungsrisiken.

Japanischer Yen nahe 38-Jahres-Tief – Interventionsgefahr steigt

Besonders angespannt bleibt die Lage beim japanischen Yen. Das Währungspaar USD/JPY stieg um 0,3 Prozent auf 161,82 Yen und näherte sich damit Ständen, die zuletzt im Jahr 1986 erreicht wurden. Der Yen steht unter anhaltendem Druck, da die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan nach wie vor erheblich ist. Hinzu kommen Zweifel an höheren japanischen Staatsausgaben, die den Yen zusätzlich belasten.

Das Niveau von 160 Yen je Dollar gilt als kritische Marke. In der Vergangenheit hat die japanische Regierung bei Überschreiten dieser Schwelle massiv am Devisenmarkt interveniert. Zuletzt griff Tokio Ende April und Anfang Mai ein – ein Schritt, der USD/JPY vorübergehend bis auf 155 Yen drückte. Das Paar erholte sich jedoch rasch und geriet erneut in Sichtweite der kritischen Marken.

Japanische Währungshüter haben zuletzt mit verbalen Warnungen vor Spekulationen gegen den Yen reagiert, was die Märkte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt hat. Die Bank of Japan hatte im Juni die Zinsen angehoben und vor weiteren restriktiven Schritten gewarnt – dennoch hält die Yen-Schwäche an.

Die Analysten der niederländischen Großbank ING kommentieren die Lage wie folgt: „Während schwächere US-Daten die kurzfristigen Bedingungen für den Yen verbessern, glauben wir, dass eine restriktivere Zinskommunikation der Bank of Japan weiterhin erforderlich ist, um eine Wiederholung der Erholung von USD/JPY zu verhindern, wie sie nach der Interventionsrunde im April/Mai zu beobachten war."

Asiatische Währungen zeigen wenig Bewegung

Andere Währungen im asiatischen Raum verhielten sich in Erwartung des Fed-Protokolls weitgehend abwartend. Der chinesische Yuan (USD/CNY) und der Singapur-Dollar (USD/SGD) gaben jeweils um 0,1 Prozent nach. Der südkoreanische Won (USD/KRW) verlor ebenfalls 0,1 Prozent. Bemerkenswert: Seoul nahm den 24-Stunden-Onshore-Spot-Handel für das Währungspaar Dollar-Won auf. Dieser Schritt soll die Konvertierbarkeit des Won weiter ausbauen und dem Land den Status eines entwickelten Marktes im MSCI Global Index sichern.

Der australische Dollar gab gegenüber dem US-Dollar um 0,2 Prozent nach. Insgesamt dominiert an den Devisenmärkten die Vorsicht, solange keine klaren Signale aus dem Fed-Protokoll vorliegen.

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