US-Demokraten untersuchen Lutnicks mögliche Verbindungen zu Cantor-Fitzgerald-Deal
Demokratische Abgeordnete fordern Aufklärung über mögliche Interessenkonflikte bei einer 1,6-Milliarden-Dollar-Investition der US-Regierung.

Eine Gruppe demokratischer US-Abgeordneter und Senatoren hat Cantor Fitzgerald aufgefordert, Informationen über mögliche Verbindungen zwischen dem Unternehmen und Handelsminister Howard Lutnick offenzulegen. Im Mittelpunkt steht eine staatliche Investition in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen USA Rare Earth – und die Frage, ob Cantor Fitzgerald dabei von seinen Verbindungen zum Minister profitiert hat.
Der Brief richtet sich an Brandon Lutnick, den Sohn des Handelsministers und heutigen Chairman von Cantor Fitzgerald. Dies geht aus einer Kopie des Schreibens hervor, die dem Wall Street Journal vorliegt. Die Abgeordneten äußern darin konkrete Bedenken hinsichtlich möglicher Verstöße gegen Gesetze zu Interessenkonflikten.
Cantor Fitzgerald als Lead Placement Agent
Cantor Fitzgerald fungierte bei der Privatplatzierung von Aktien von USA Rare Earth als sogenannter Lead Placement Agent – also als federführender Vermittler bei der Ausgabe der Unternehmensanteile im Zusammenhang mit der staatlichen Investition. Das Unternehmen hatte bereits zuvor eine Geschäftsbeziehung mit USA Rare Earth unterhalten. Howard Lutnick hatte Cantor Fitzgerald mehr als 30 Jahre lang geleitet, bevor er die Eigentümerschaft an seine Kinder übertrug.
In dem Schreiben fordern die Unterzeichner konkrete Antworten darauf, wie Cantor Fitzgerald für diesen Auftrag ausgewählt wurde und welche Gebühren das Unternehmen für seine Rolle als Placement Agent erhalten hat. Zudem werden weitere Details zu möglichen Treffen zwischen der Firma und Beamten des Handelsministeriums verlangt.
Prominente Unterzeichner aus dem US-Senat
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Zur AktienanalyseDer Brief wurde von mehreren namhaften demokratischen Politikern unterzeichnet. Dazu gehören die Senatoren Elizabeth Warren aus Massachusetts, Ron Wyden aus Oregon und Chris Van Hollen aus Maryland sowie die Abgeordnete Zoe Lofgren aus Kalifornien. Die Gruppe repräsentiert damit einen breiten demokratischen Querschnitt aus beiden Kammern des US-Kongresses.
Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zur Trennung von privaten Geschäftsinteressen und öffentlichen Ämtern auf – ein Thema, das in den USA unter dem Begriff „Conflict of Interest" rechtlich streng geregelt ist. Für deutsche Anleger ist der Vorgang insofern relevant, als er die politische Debatte rund um staatliche Investitionen in strategische Rohstoffe wie Seltene Erden beleuchtet. USA Rare Earth ist an der Börse unter dem Kürzel USAR notiert und verzeichnete zuletzt einen Kursanstieg von rund 1,04 Prozent.

