US-Demokraten und Trump streiten um Immobilieninvestoren-Begrenzung
Beide Seiten wollen Großkonzerne beim Immobilienkauf einschränken – doch die Ansätze unterscheiden sich grundlegend.

Im US-Kongress zeichnet sich ein seltener überparteilicher Konsens ab: Sowohl Demokraten als auch die Trump-Administration wollen die Marktmacht institutioneller Immobilieninvestoren begrenzen. Die Einigkeit endet jedoch beim konkreten Vorgehen – und das zeigt ein neuer Gesetzentwurf der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren deutlich.
Warren legte gemeinsam mit Senator Jeff Merkley und 16 weiteren demokratischen Senatoren einen Vorschlag vor, der gezielt steuerliche Vergünstigungen für Großkonzerne im Immobiliensektor streichen soll. Unternehmen mit mehr als 50 vermieteten Einfamilienhäusern sollen demnach keine Abschreibungen auf Immobilienwerte und Hypothekenzinsen mehr steuerlich geltend machen dürfen. Zusätzlich soll ihnen der Zugang zu staatlich abgesicherten Hypotheken verwehrt werden.
Der Entwurf enthält eine Ausnahmeregelung für Unternehmen, die neue Mehrfamilienhäuser errichten oder sanierungsbedürftige Immobilien instand setzen. Damit soll verhindert werden, dass notwendige Bauprojekte durch die Regelung ausgebremst werden.
Trumps Gegenvorschlag setzt andere Grenze
Die Trump-Administration verfolgt einen anderen Ansatz. In einem Memo, das vergangene Woche an Gesetzgeber verschickt wurde, schlägt die Regierung vor, institutionellen Anlegern mit mehr als 100 Einfamilienhäusern den weiteren Immobilienkauf zu untersagen. Auch dieser Vorschlag sieht Ausnahmen für Unternehmen vor, die das Angebot an Einfamilienhäusern aktiv ausbauen.
Der Unterschied zwischen beiden Ansätzen ist erheblich: Während Warren steuerliche Hebel nutzt, um Großinvestoren unattraktiv zu machen, setzt Trump auf ein direktes Kaufverbot – allerdings erst ab einer doppelt so hohen Schwelle von 100 statt 50 Immobilien.
Wohnungspolitik steht kurz vor Einigung
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Zur AktienanalyseDie konkurrierenden Vorschläge fallen in eine Phase, in der die US-Wohnungspolitik an Fahrt gewinnt. Das Repräsentantenhaus verabschiedete Anfang Februar einen überparteilichen Entwurf zur Förderung des Wohnungsangebots mit breiter Unterstützung. Der Senat hatte bereits im vergangenen Jahr einen eigenen parteiübergreifenden Entwurf vorangetrieben.
Beide Kammern arbeiten nun daran, ihre Vorschläge in einem gemeinsamen Paket zusammenzuführen. Für deutsche Anleger und Immobilienmarktbeobachter ist die Debatte relevant, da US-amerikanische Real-Estate-Investment-Trusts (REITs) und institutionelle Immobilienfonds auch hierzulande als Kapitalanlage genutzt werden. Regulatorische Einschränkungen in den USA könnten deren Geschäftsmodell und Renditeaussichten beeinflussen.


