US-Containerimporte brechen ein: China-Geschäft um 22% gefallen
Die US-Containerimporte sind im Dezember um 5,9% zurückgegangen. Besonders dramatisch entwickelte sich der Handel mit China, der um 21,8% einbrach. Trumps Zollpolitik zeigt massive Auswirkungen auf den Welthandel.

Die Vereinigten Staaten haben im Dezember 2025 einen deutlichen Rückgang ihrer Containerimporte verzeichnet. Laut dem Lieferkettentechnologie-Anbieter Descartes Systems Group sanken die Importe um 5,9% im Vergleich zum Vorjahr. Das Gesamtjahr 2025 schloss damit 0,4% unter dem Niveau von 2024 ab.
Dramatischer Einbruch beim China-Handel
Besonders stark betroffen ist der Handel mit China. Die Importe aus dem Reich der Mitte brachen im Dezember um 21,8% ein – ein alarmierendes Signal für die globalen Lieferketten. Das US-Containerimportvolumen belief sich im Dezember auf 2,2 Millionen TEU (20-Fuß-Äquivalenteinheiten) und im Gesamtjahr auf 28,1 Millionen TEU.
Die Zollpolitik von Präsident Donald Trump wird als Hauptursache für diese Entwicklung genannt. Seine Maßnahmen haben nicht nur den bilateralen Handel mit China beeinträchtigt, sondern den gesamten Welthandel erschüttert und Inflationsängste geschürt.
Frühe Hamsterkäufe verpuffen
Anfang 2025 stiegen die Importe zunächst um 10%, da Einzelhändler und Unternehmen Waren horteten, um potenziellen Zöllen zu entgehen. Diese Strategie erwies sich jedoch als kurzfristig. Der spätere Volumenrückgang zehrte die anfänglichen Zuwächse mehr als auf – selbst als Trump einige Zölle auf Produkte von chinesischen Möbeln bis zu italienischen Nudeln zurücknahm oder verzögerte.
Verschiebungen in den Handelsströmen
Neben China verzeichneten auch andere wichtige Handelspartner Rückgänge: Indien, Taiwan, Südkorea und Italien lieferten weniger Waren in die USA. Zuwächse aus Thailand, Vietnam, Indonesien, Japan und Hongkong konnten diese Verluste nicht kompensieren.
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Zur AktienanalyseRechtliche Unsicherheit belastet Importeure
Die US-Zollpolitik bleibt die größte Sorge der Importeure. Der Oberste Gerichtshof der USA könnte bereits am Freitag über die Rechtmäßigkeit von Zöllen entscheiden, die auf dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) von 1977 basieren. Sollte das Gericht gegen die IEEPA-Zölle entscheiden, kündigten Beamte der Trump-Administration bereits an, alternative Maßnahmen zu ergreifen, um die Zolleinnahmen zu sichern.
Für deutsche Exporteure und Logistikunternehmen bedeutet diese Entwicklung erhebliche Unsicherheit. Die Verschiebungen in den globalen Handelsströmen könnten neue Chancen eröffnen, bergen aber auch Risiken für etablierte Lieferketten.


